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"Vor 100 Jahren" - Beiträge zur Geschichte Oberschlesiens

Am 2. Mai steht der 100. Jahrestag des dritten und letzten schlesischen Aufstandes an. Rund um die Veranstaltungen vor 100 Jahren werden Ausstellungen und Diskussionen organisiert und Publikationen zu diesem Thema erstellt (Überblick über Veranstaltungen und Publikationen hier). Die offiziellen Feierlichkeiten auf dem Berg Anna finden an diesem Sonntag statt.

Eine der Bottom-up-Initiativen sind die Beiträge lokaler Institutionen und Einzelpersonen. Anfang März haben wir über eine Reihe von Einträgen auf der Facebook-Seite des DFK Guttetag hier geschrieben.

Seit Kurzem gibt es auch auf dem Facebook-Profil von Waldemar Gielzok, dem Vorsitzenden der Deutschen Bildungsgesellschaft, Beiträge, die sich auf Ereignisse von vor 100 Jahren beziehen und sie aus einem anderen Blickwinkel beschreiben. Im ersten Eintrag lesen wir:

"Die Vorbereitungen für einen Militäreinsatz waren in vollem Gange. Ohne die Ergebnisse der Volksabstimmung abzuwarten und den Verlauf der Ereignisse im Ausland, d.h. im industriellen Oberschlesien, beeinflussen zu wollen, wurde am 11. Dezember 1920 in Kępno, in Großpolen, das Plebiszitische Verteidigungskommando (Dowództwo Obrony Plebiscytu DOP) gegründet. General Kazimierz Raszewski und Wojciech Korfanty waren die Initiatoren dieser Organisation mit der Struktur der Armee. Aufgrund der Illegalität solcher Aktivitäten nach internationalem Recht und um Aggressionspläne zu verbergen, wurde die militärische Formation offiziell als "Warschauer Industrie- und Baugesellschaft" genannt.


(Schlesien Journal 23.3.2021)

Warum aber wurde Oberschlesien geteilt? [Nach dem abgeschlossenem Plebiszit] wurde klar, dass diese Abstimmung [für Polen] verloren war und Korfanty und die polnische Seite wussten, dass ganz Oberschlesien verloren werden kann", antwortet Waldemar Gielzok bei Schlesien Jounal (Sendung vom 23.3.2021). "Deshalb hat man schon ganz am Anfang viele Proteste gemacht. (...) Entgegen dem, was früher gemeint war, man solle etwas, was zusammengewachsen ist (...) nicht zertrennen. Das wollte man vermeiden, aber das war die einzige Chance für Polen, deshalb war der dritte Aufstand, und damit wurde mit Gewalt gezeigt: Die Grenze sollte hier ablaufen".

Bis dahin sind drei Tete erschien. Die weiteren finden Sie auf dem Facebook-Profil von Waldemar Gielzok (Beiträge sind öffentlich) oder auf unserer Internetseite (Beiträge in polnischer Sprache).





Erwartung

Ich lebe lange genug, sodass ich warten kann. Aber im Fall der Gedenkfeierlichkeiten auf dem St. Annaberg dauert das Warten bereits zu lang und es erfüllt mein ganzes Leben.

Als Kind, Schüler und Messdiener besuchte ich den heiligen Berg der Schlesier, seitdem ich denken kann. Dort realisierte sich mein Schlesien-Lernen, doch es geschah nur an einem Teil des Ortes. Die Kirche, das Kloster, der Kalvarienberg, die Einsiedelei, die Grotte, das Pilgerheim. Die Verbeugung vor dem Kreuz auf dem Paradiesplatz, mit der jeder Besuch dort begann. Der andere Teil war eine fremde Welt, vor dem mich die Oma gewarnt und mit geheimnisvoller Stimme gebeten hat, ich möge nie meinen Fuß auf den Platz vor dem Dunikowski-Denkmal setzen.

Sie selbst erlebte im Amphitheater ein nationalsozialistisches Treffen für Schüler und Jugendliche, bei dem ein Parteifunktionär, von der Glocke auf dem Gipfel des Annabergs unterbrochen, geschrien hatte, dass auch sie eines Tages dank des Führers verstummen werde. Für meine Oma war es eine ähnliche Gotteslästerung wie die späteren polnischen, sozialistischen Attacken auf die Religion. Sie standen zu ihr im Widerspruch und haben sie bedroht.

Neben der ideologischen Mahnung gab es auch eine moralische. Für meine Eltern und Großeltern war es nämlich ein Frevel, das Mausoleum der deutschen Verteidiger Oberschlesiens und der staatlichen Integrität vor polnischen Truppen, in dem sich ihre Asche befand, in die Luft zu sprengen. Sie meinten, die Detonation musste ihre Asche auf dem Platz vor dem neuen kommunistischen Denkmal für die Aufständischen verstreut haben. Um also nicht auf sie zu treten, sollte man nicht zum Denkmal gehen.

Der Missklang war dem Annaberg fest zugeschrieben und erst der Besuch des Papstes im Jahr 1983 sowie seine Worte, diese Erde brauche eine vielfältige Versöhnung, löste in uns eine Erwartung aus. Hunderttausende dort versammelte Schlesier wurden mit Hoffnung angesteckt. Doch sie dachten wohl nicht, dass es bis heute dauern würde. Die Welt hat sich verändert, der Sozialismus ist gefallen und Hammer und Sichel blieben nur noch auf dem Dunikowski-Denkmal. Die deutsche Minderheit wurde anerkannt, Ortsnamen haben auch eine deutsche Bezeichnung, der früher in Schulen verbotene Deutschunterricht kehrte zurück, aber der Annaberg ist immer noch in zwei Teile geteilt. In eine den Schlesiern nahe Gebets- und Pilgerzone und eine uns inhaltlich fremde staatliche Zone.

Zum wiederholten Mal habe ich auch in diesem Jahr an den polnischen Präsidenten die Bitte geäußert, während der Feierlichkeiten am 2. Mai diese Teilung zu überwinden und aller in diesem tragischen, von äußeren polnischen Kräften ausgelösten Aufstand gefallenen Opfer zu gedenken. Vor zehn Jahren hat der damalige Präsident Komorowski diese Bitte gehört und seine Worte schienen der Beginn der Realisierung des Appells von Johannes Paul II. zu sein. Jetzt warten wir wieder und glauben daran, dass der Staatspräsident sich über die engen, lokalen, archaischen und vom historischen Wissen losgelösten Aussagen und Taten stellen kann.

Bernard Gaida

  • Publiziert in Blogs

Jahr 1921 in Oberschlesien – Überblick der Veranstaltungen und Publikationen

Für das Jahr 2021 fällt der hundertste Jahrestag des Plebiszits in Oberschlesien. An die Ereignisse erinnern Debatten, Ausstellungen, Dokumentationen und Publikationen:

VERANSTALTUNGEN

  • Sonderausstellung
    Veranstalter: Oberschlesischen Museums in Ratingen
    Termin: 20. März-31. Dezember 2021

Am 20. März 2021 wurde im Sitz des Oberschlesischen Museums in Ratingen eine Sonderausstellung über schlesische Aufstände eröffnet. Die Eröffnung der Ausstellung fand in Online-Form statt – eine Aufzeichnung der Vernissage ist HIER auf der Website des Museums verfügbar. Begleitet wird die Ausstellung von einem Katalog und einer internationalen Konferenz.

  • Podiumsdiskussion
    Veranstalter: VdG
    Termin: 21. März 2021 (Videobericht verfügbar)

Am 21. März 2021 fand im Sitz des VdG in Oppeln eine Podiumsdiskussion mit Experten statt, in der die Ursprünge und Auswirkungen der Volksabstimmung diskutiert wurden. Prof. Ryszard Kaczmarek, der Regionalist Dawid Smolorz, die BJDM-Mitgliederin und Studentin Monika Mikołajczyk sowie Vorsitzender des VdG, Bernard Gaida, diskutierten über die vergangenen Ereignisse. Bericht aus der Diskussion HIER. Die Aufnahme der Diskussion in deutscher Sprache erschien auf der Facebook-Seite des Wochenblatt.pl:

  • Wettbewerb "Vor 100 Jahren in Schlesien"
    Veranstalter: Forschungszentrum der Deutscher Minderheit
    Bis wann: bis zum 20. Oktober 2021

Forschungszentrum der DMi lädt zu einem Wettbewerb für das interessanteste Erinnerungsstück an die Volksabstimmung und ihre Folgen ein. Der Wettbewerb soll die Suche nach Fotos und Dokumenten im Zusammenhang mit Vorfahren fördern, die in der Zwischenkriegszeit in Oberschlesien lebten. Der Wettbewerb läuft bis zum 20. Oktober. Bekanntgabe der Ergebnisse: spätestens am 15. November. Mehr Informationen HIER.

konkurs Forschungszentrum

  • Podium Silesia. Korfanty vs. Ulitzka – aus Liebe zu Oberschlesien. Online-Diskussion
    Veranstalter: Stiftung Haus Oberschlesien
    Termin: 21. April 2021 um 18:30 Uhr (Videobericht verfügbar)

Im Zuge des Abstimmungskampfes rückten vor allem zwei Oberschlesier in den Vordergrund, die in besonderer Weise die vielschichtige oberschlesische Identität und Seele verkörperten: Prälat Carl Ulitzka und Wojciech Korfanty. Während Ulitzka in Deutschland weitgehend in Vergessenheit geraten ist, wird an Korfanty in Polen in diesen Tagen als Patrioten erinnert, ohne dessen Einsatz ein Teil Oberschlesiens nicht polnisch geworden wäre. Im Rahmen des bekannten Formats „Podium Silesia“, das vom Kulturreferenten für Oberschlesien am Oberschlesischen Landesmuseum veranstaltet wurde, diskutierten ausgewiesene Oberschlesienexperten digital über die beiden Persönlichkeiten: Dr. Guido Hitze und Dr. Mirosław Węcki. Wir empfehlen, sich mit dem Inhalt der Diskussion bekannt zu machen: 

  • Heilige Messe auf dem St. Annaberg
    5. Juni 2021 um 18:30 Uhr

Am 5. Juli 2021 um 16:00 Uhr wird auf dem St. Annaberg eine feierliche Messe zum Gedenken an die Opfer der Aufstände gehalten.

Die international besetzte wissenschaftliche Tagung zum Plebiszit in Oberschlesien begleitet die Sonderausstellung "Polen oder Deutschland? Oberschleisen auf dem Scheideweg" und wird auch online zu folgen. Mehr Informationen demnächst. 

  • Podium Silesia. Zwischen Berlin, Rom und Kattowitz. Die deutschen Katholiken in Polnisch-Oberschlesien 1922–1939. Vortrag online. 
    Veranstalter: Stiftung Haus Oberschlesien 
    Termin: 1 September 2021, 18:30 Uhr

Stiftung Haus Oberschlesien lädt zu einem Vortrag von Sebastian Rosenbaum ein: Zwischen Berlin, Rom und Kattowitz. Die deutschen Katholiken in Polnisch-Oberschlesien 1922–1939. Mehr Informationen kommt bald auf der Internetseite Stiftung Haus Oberschlesien. Es ist die Begleitveranstaltung zur Ausstelung: "Polen oder Deutschland? Oberschlesien am Scheideweg".

  • Schlesienseminar
    Veranstalter: Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit
    Termin: 26.-29. Oktober 2021

Diesjähriges Schlesienseminar, organisiert vom Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit, widmet sich auch diesem Thema. Das Seminar findet vom 26. bis zum 29. Oktober 2021 statt. Der erste Tag des Seminars findet auf dem Schloss Groß Stein statt, die restlichen Tage online. Mehr Informationen demnächst auf der Internetseite und auf dem Facebook-Profil des HDPZ.

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PUBLIKATIONEN

  • Buch "Die schlesischen Aufstände 1919-1920-1921". Ein unbekannter deutsch-polnischer Krieg 

Bereits 2019, zum Jahr der Schlesischen Aufstände erklärt, wurde eine Publikation von Prof. Ryszard Kaczmarek veröffentlicht, die die Entstehung, den Verlauf und die Auswirkungen der Schlesischen Aufstände analysierte. In der Einleitung schreibt der Autor: "Die schlesischen Aufstände waren eine der Manifestationen eines politischen Konflikts, der viel weiter gefasst war als nur ein regionaler. Es beruhte auf einem Streit über die Grenzen zweier Nationalstaaten nach dem Ersten Weltkrieg, und die Kämpfe in Oberschlesien waren Teil des unsäglichen polnisch-deutschen Krieges". Das Buch ist HIER in der Buchhandlung des Hauses der deutsch-polnischen Zusammenarbeit erhältlich.

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  • Sonderbriefmarke

Um im Vorfeld schon auf das historische Datum aufmerksam zu machen, hat sich die Stiftung Haus Oberschlesien eine Aktion einfallen lassen. Und zwar wurde von dem Mitarbeiter Leonhard Wons eigens eine Sonderbriefmarke entworfen. Es ist eine „Briefmarke individuell“ der Deutschen Post AG, insofern kann sie als offizielles Postwertzeichen für die Frankierung von Briefen genutzt werden. Für einige Leute mag die Briefmarke durchaus auch als Sammlungs- oder Erinnerungsstück interessant sein. Neben den klassischen 20er Bögen mit 80er Briefmarken wird es auch Geschenkkärtchen mit Einzelmarken geben. Wer eine solche erwerben möchte, kann sich gerne an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder +49 (02102) 965256 wenden.

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  • Karte mit dem Ergebnis der Volksabstimmung 1921

Das Haus der deutsch-polnischen Zusammenarbeit in Kooperation mit dem Wochenblatt.pl veröffentlicht eine Volksabstimmungskarte mit Informationen zu derem Ergebnis in einzelnen Orten der Region. Die Karte ist vier Wochen lang als Beilage der einzelnen Nummern erhältlich; Sie können auch die Nummern bestellen, indem Sie sich direkt an die Redaktion wenden. Mehr Informationen HIER.

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  • Dokumentarfilm 

Der Film „Walka plebiscytowa o Górny Śląsk” (Kampf um Oberschlesien – Plebiszit 1921“ analysiert den Konflikt um die Zugehörigkeit Oberschlesiens nicht nur aus der Sicht großer Politik. Er beugt sich auch über das Schicksal der gewöhnlichen Menschen, die zu dieser Zeit im Zentrum der Ereignisse standen. Das Material ist mit historischen Aufnahmen und Aussagen von Experten angereichert. Der Film (in polnischer Version) ist HIER auf der Website des Oberschlesischen Landesmuseums zu sehen.

Film "Walka plebiscytowa o Górny Śląsk"

  • Kindercomic

Für jüngere Leser hat das Haus der deutsch-polnischen Zusammenarbeit ein zweisprachiges Comic-Buch zum Thema schlesische Aufstände vorbereitet. Eine seiner Heldinnen, Atka, lebt in Deutschland, nachdem ihre Großeltern nach den Aufständen dorthin gezogen sind. Die Veröffentlichung ist der vierte Teil einer Reihe über die Geschichte Oberschlesiens. Mehr Informationen auf der Website der HDPZ-Buchhandlung HIER.

Schlesische Aufstande Comic DE

  • Bildungsanimation

"Das Jahr 1921 war ein sehr Wichtiges damals bei uns in Oberschlesien" – mit diesen Worten beginnt der Großvater die Geschichte des Plebiszits in Oberschlesien zu erzählen, die an seinen Enkel adressiert ist. Die von der Stiftung Haus Oberschlesien vorbereitete Bildungsanimation nähert sich in einfachen Worten den Ursprüngen dieser Ereignisse und richtet sich sowohl an jüngere als auch ältere Zuschauer:

Dokumentarfilm „Faszination Klöppeln“

Klöppeln ist eine Handarbeitstechnik, bei der mittels sogenannten Klöppeln, spindelförmigen, meist aus Holz gefertigten „Spulen“, und dem daran aufgewickelten Garn verschiedenartige Spitzen gefertigt werden.

In Deutschland ist das Klöppeln seit dem 16. Jahrhundert bekannt. Erzgebirge, Harz, Frankenwald, Schwäbische Alb, Oberpfalz, Mark Brandenburg, Schleswig-Holstein, Liebenau (bei Hannover), Abenberg (bei Nürnberg) und Nordhalben, aber auch die Regionen im östlichen Europa waren Klöppelzentren und sind es zum Teil heute noch.

Seit 1986 veranstaltet die hessische BdV-Landesfrauengruppe ihre Klöppelwoche im DJO Landesheim „Wasserkuppe“ in Poppenhausen-Rodholz. Die Klöppelwoche wurde von Ilse Kölbl gegründet, der damaligen Frauenreferentin der Sudetendeutschen Landsmannschaft in Hessen. Durch die jahrzehntelange Pflege der aufwändigen, zeitintensiven und faszinierenden Handarbeit des Klöppelns haben die Frauen im BdV diese alte Kulturtechnik als Teil der Identität und Kultur der deutschen Heimatvertriebenen bis heute bewahren und ausüben können.

Im August 2020 begleiteten Harald Kuntze, Filmemacher aus Wiesbaden, und Agnes Maria Brügging-Lazar, Kulturreferentin in der BdV-Landesgeschäftsstelle, die Frauengruppe während der 34. Klöppelwoche. Sieben Tage lang saßen die Handarbeiterinnen an ihren rollenförmigen Klöppelkissen und arbeiteten an der Entstehung wahrer Spitzenkunstwerke. Um das einzigartige Textilhandwerk und die traditionsreiche Zusammenkunft der BdV-Frauengruppe unter der Leitung von Rosemarie Kretschmer für künftige Generationen festzuhalten, entstand ein 49-minütiger Dokumentarfilm.

Der Film lässt die Handarbeiterinnen zu Wort kommen, die über ihre ‚Faszination Klöppeln‘ und teilweise über ihre Flucht- und Vertreibungserlebnisse berichten. Die Dokumentation vermittelt zudem praktisches Wissen über die filigrane Textilgestaltung und trägt dazu bei, jahrhundertealte Traditionen als kulturelles Erbe der Heimatvertriebenen zu bewahren und fortzuführen.

Der Dokumentarfilm ist auf dem YouTube-Kanal des BdV Landesverbandes Hessen CULTURE TO GO abrufbar.

Ein Projekt des BdV Landesverbandes Hessen in Kooperation mit dem Filmemacher Harald Kuntze und der hessischen BdV-Landesfrauengruppe unter der Leitung von Rosemarie Kretschmer. Gefördert durch das Hessische Ministerium des Innern und für Sport.

Quelle: BdV Hessen. 

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Schlesien Journal 23.03.2021

Dokładnie 100 lat temu, 20 marca 1921 roku, odbył się plebiscyt na Górnym Śląsku. Dlaczego się odbył i jakie miał konsekwencje dla Górnego Śląska, o tym w rozmowie z Waldemarem Gielzokiem, prezesem Niemieckiego Towarzystwa Oświatowego.

Przed nami Narodowy Spis Powszechny, który jest ważnym wydarzeniem dla mniejszości narodowych i etnicznych.

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Schlesien Journal 16.03.2021

Heute nehmen wir Sie mit auf eine Reise in die Geschichte Schlesiens. Dabei entdecken wir die Geschichte des Bergbaus in Oberschlesien am Beispiel der Königin-Luise-Grube. Außerdem berichten wir von der Preisverleihung im Wettbewerb „Künstler der Deutschen Minderheit“, der von der Redaktion der Zeitung „Wochenblatt.pl“ ausgeschrieben wurde. Und Jugendliche können sich um das Johann-Kroll-Stipendium bewerben.

  • Publiziert in Video

Schlesien Journal 09.03.2021

Heute nehmen wir Sie auf eine Reise in die Vergangenheit. Wir besuchen Oppeln und genauer gesagt die Parkanlage auf der Insel Bolko, die 1913 gegründet wurde. Der „Österreichische Frühling“ begann in Oppeln, wir laden sie zu der Ausstellung „Wiener aus Galizien” ein. Außerdem wurde das „Spazierbuch durch Oppeln“ der SKGD im Oppelner Schlesien nachgedruckt und man kann es noch erwerben. Wir laden Sie auch zu deutschsprachigen Kreuzwegen ein.

  • Publiziert in Video

Unsere Heimat vor 100 Jahren

„»Der große Krieg« hatte auch das tägliche Leben unserer Vorfahren geprägt. Obwohl es keine Kriegshandlungen in den Jahren 1914-1918 im Gebiet Schlesien gab, haben die Bewohner traumatische Erfahrungen des totalen Kriegs erlebt, unabhängig davon, aus welchem sozialen Umfeld sie stammen oder welche nationale Identität sie hatten“.

Mit diesen Worten beginnt der erste Eintrag der Serie „Unsere Heimat vor 100 Jahren“, die auf der Facebook-Seite vom DFK Guttentag publiziert wird und die thematisch im historischen Kontext des Ereignisses von 1921 eingebettet ist. Seit Ende Februar erscheinen kurze Texte, begleitet von Fotografien und Presseauszügen; Materialien, so die Autoren, sollte es noch genug für lange Monate sein.

In einer der folgenden Passagen lesen wir: „Obwohl „Der große Krieg” war zu Ende. In Oberschlesien herrschte jedoch kein Frieden. Auf internationaler Ebene wurde das Problem der Staatsangehörigkeit dieser Region aufgeworfen. Der Fall der Habsburger- und Hohenzollern-Monarchie trug zur Wiedergeburt Polens bei. Auf internationalen Foren präsentierten polnische Politiker ihre Gebietsansprüche auf Schlesien. Im Reichstag forderte der Abgeordnete Wojciech Korfanty die Rückgabe des gesamten Regierungsbezirks Oppeln. Es sollte wieder Polen gehören. Die moderne oberschlesische Industrie wurde im landwirtschaftlichen, wirtschaftlich schwachen Polen dringend benötigt. Um unvorteilhafte Lösungen für Schlesien zu vermeiden, forderten einige schlesische Politiker die Gründung des oberschlesischen Staates nach schweizerischem Vorbild, in dem alle Sprachgruppen gleichberechtigt wären.“ (…)

Der Hauptautor der Texte, Paweł Mrozek, bettet die lokale Geschichte von Guttentag vor dem Hintergrund der Weltgeschichte ein – wir können daher Informationen über die wichtigsten historischen Fakten erwarten, die das Schicksal der Stadt beeinflusst haben: Militäraktionen, aufständische Kämpfe in Guttentag und in den umliegenden Dörfern. "Sobald die Aufstände vorbei sind und die neue Grenze aufgehoben ist, wird Guttentag zum kleinsten Bezirk des Reiches. Dann entwickelt sich die Stadt sehr schnell: Entstehen neue Ämter, öffentliche Gebäude und Wohnhäuser", erzählt der Autor. Die Texte sollen bis in die späten 1930er-Jahre zurückreichen.

Vielleicht wird das Endergebnis ein Album sein, das sich auf den Zeitraum 1918-1938 konzentriert und neben historischen Informationen auch Erinnerungen der Bewohner enthält. "Ich bin offen für Menschen, die Familienerinnerungsstücke haben oder Familiengeschichten teilen wollen", fügt er noch hinzu. Die Materialien, der Autor seit Jahren gesammelt hat, präsentiert er auf seinem Online-Portfolio. "Es ist schwer, über Kunst zu sprechen, ohne über universelle Geschichte zu erzählen", begründet der Kunstlehrer sein Interesse für lokale Geschichte.

Die im Text genannten Einträge können auf dem Facebook-Profil von DFK Guttentag nachverfolgt werden. Wir empfehlen, die zu besuchen.

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