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Nicht die Stimme vergeuden

Vor den Wahlen, die am kommenden Sonntag auf uns zukommen, hört man immer wieder verschiedene Bedenken der Wähler. Es kommt einem vor, als würde immer noch die fälschlicherweise von einigen Medien verbreitete Information vorherrschen, dass ein Abgeordneter der deutschen Minderheit im Sejm garantiert sei.

Wenn wir in Ungarn leben würden, wäre es auch wirklich so. Doch nationale Minderheiten in Polen haben kein derartiges Privileg wie die in Ungarn lebenden. Außerdem gibt es nur in der Woiwodschaft Oppeln eine Liste des Wahlkomitees Deutsche Minderheit, die neben Listen anderer Parteien zur Wahl steht. Darüber hinaus kann man noch in der Woiwodschaft Schlesien einen Kandidaten der deutschen Minderheit auf der Liste der Bürgerkoalition finden. Nirgendwo anders taucht die Minderheit bei diesen Wahlen auf, weshalb eine Mobilisierung unserer Gemeinschaft so wichtig ist.

Ein Abgeordneter der deutschen Minderheit, bislang Ryszard Galla, entscheidet wie jeder andere Abgeordnete in allen Dingen, mit denen sich der Sejm befasst. Ähnlich wäre es bei einem Senator. Und da kommen eben die weiteren Bedenken der Wähler, die bezweifeln, ob man mit einem oder zwei Stimmen überhaupt etwas im Parlament erreichen kann. Mathematisch gesehen vielleicht nicht, aber inhaltlich um so mehr. Und dafür gibt es viele Beispiele.

Dazu zählt die Tatsache, dass Dank der Anwesenheit unseres Abgeordneten in der letzten Amtsperiode erreicht werden konnte, dass Denkmäler für gefallene deutsche Soldaten nicht von einer geplanten Gesetzesänderung betroffen wurden, die im Grunde den Abbau dieser Mahnmale vorgesehen hätte. Man kann auch negative Beispiele nennen, dass trotz großer Bemühungen etwas nicht aufgehalten werden konnte. Als Beispiel kann hier die diskriminierende Anforderung für Richter angeführt werden, sie dürften ausschließlich die polnische Staatsbürgerschaft besitzen. Leider haben in diesem Fall auch die Abgeordneten der Opposition eine solche Änderung als nicht wichtig genug erachtet, um unseren Abgeordneten zu unterstützen. Dies sowie unser einsames Ringen mit dem Bildungsministerium, das den Zugang zum Deutschunterricht in unseren Schulen erschwert, zeigen, dass in strikt minderheitsbezogenen Themen keine politische Partei sich auf unsere Seite stellt.

Das ist eine schmerzhafte und langjährige Erfahung. Eine Erfahrung, die lehrt, dass die schlesische Stimme nur dann nicht vergeudet wird, wenn sie auf einen Kandidaten der Deutschen Minderheit fällt.

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Das zweite JugendFestivalMłodych 2019

Am Samstag, den 5. Oktober 2019 fand das zweite JugendFestivalMłodych im Zentrum Wystawienniczo-Kongersowe in Oppeln statt. Diese Veranstaltung richtete sich an alle jungen Menschen der deutschen Minderheit, aber auch an diejenigen, die sich für die deutsche Kultur und Sprache interessieren. An dem Festival nahmen Schulen aus den Ermland und Masuren- Heilsberg, Pro Liberis Silesiae, Schule aus der Cosel Rogau, Salzforst, Zülz, Oberglogau, Ratibor, Gregorsdorf, Beuthen, Tarnau, Jugendgruppe-JugendAktiv aus Guttentag und viele andere, teil.

Das Festival wurde offiziell von Herrn Bernard Gaida, dem VdG-Vorsitzenden, Frau Brigit Fisel-Rösle, Konsulin der BRD in Oppeln und von Herrn Michał Schlueter, dem Vizevorstand des VdG-Vorstandes eröffnet.

Diese Veranstaltung wurde durch zahlreiche Workshops bereichert u.a. mit dem deutsch-polnischen Schauspieler Klaudiusz Kaufmann, Öko-Workshops, bei denen man aus Milchkartons eine Geldbörse basteln konnte. Sprachanimationsworkshops, Bodypainting, Roboterworkshops, wo man den Kampf der Roboter bewundern kann. Ein Workshop über die bekanntesten schlesischen Sagengestalten, Schmuckherstellung, Keramik-Workshop, Erste Hilfe Schulung, Musikworkshops mit der Gruppe „Treptow” und Carwing-Workshops, die von dem polnischen Juniorenmeister im Carwing, Daniel Bewko durchgeführt wurden, die sich ebenfalls über große Beliebtheit erfreuten.

Während des Jugendfestivals fanden zwei Pfandlotterien statt, bei denen der Hauptpreis ein Sprachkurs war, der vom Goethe-Institut finanziert wurde.

Vor dem Konzert der Musik-Gruppe „Treptow” fand eine politische Debatte statt, während der die Jugendlichen sich direkt an die Kandidaten der KWW Mniejszość Niemiecka wenden konnten, die zu Parlamentswahlen starteten. Die Debatte wurde von Szymon Folp geführt, dem Vorsitzenden der BJDM in Ratibor- „Ratiborer Jugend”, an dieser nahmen teil: Frau Bogna Lewkowicz, Frau Anna Kasprzyk, Herr Bernard Gaida und Herr Rafał Bartek.  Die politische Debatte wurde von der Sozial-Kulturellen Gesellschaft der Deutschen im Oppelner Schlesien und dem Bund der Jugend der deutschen Minderheit organisiert.

Höhepunkt der Veranstaltung war der Auftritt der Rock-Gruppe „Treptow” aus Berlin, die am Samstagsabend zum ersten Mal auf der polnischen Bühne des 2. JugendFestivalMłodych gespielt hatte.

Organizator der Veranstaltung:

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Finanzierung:

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 71957289 742373092893201 850316272347381760 nFotos: Mattheus Czellnik i Marcel Niesłony

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Das Gesicht des Wahlkampfes

Es dauert der Wahlkampf an, dessen Bilder in den Medien präsentiert werden und ungeachtet der politischen Sympathien zur Reflexion zwingen. Wie es in Polen üblich ist, übertreffen sich die politischen Parteien in Emotionen. Am einfachsten ist es, diese zu entfachen, wenn wirkliche oder fiktive Affären aufgedeckt werden, Plänkler zu Wort kommen oder statt eigener Programme die der Gegner lächerlich gemacht werden. Emotionen entstehen auch dank des Geldes, was in der letzten Zeit im Wahlkampf zur Norm wurde. Eine Norm, die aus offensichtlichen Gründen nur von der Regierungspartei genutzt werden kann. Immer weitere Sozialtransfers oder deren Ankündigung, von denen einige sinnvoll waren, haben längst eine Grenze überschritten, sodass sie nun aus makroökonomischer Sicht schädlich sind und das gemeinsame Konto für die Zukunft belasten. Sie haben aber Einfluss auf die Wähler. Daher machen sie auch viele Politiker abhängig und der Opposition geben sie im Grunde keine Chance auf die Entwicklung eigener sinnvoller Programme. Eine andere Sache ist, ob die Oppositionsparteien lange vor den Wahlen an Alternativen und schlüssigen Programmen gearbeitet haben. Es war schwierig, dies zu sehen.

Ein Bild des Wahlkampfes sind die bunten Banner und Plakate an Zäunen, Brücken und anderen Flächen. Neben dem Gesicht und einem Slogan beinhalten sie zumeist nichts mehr. Ein anderes Bild sind Treffen mit Wählern. Millionen Menschen sehen fern und hören die Tiraden und Reden im Blitzlichtgewitter, in Hallen und Stadien und die Medien entnehmen daraus einzelne Sätze nach ihrem Gusto. Öffentlich-rechtliche Medien, die schon längst ihren öffentlichen Charakter und die Mission verloren haben, sind dabei keine Informationsgeber mehr sondern Teilnehmer des Wahlkampfes.

Im Schatten der polenweiten Gefechte führen regionale Gruppierungen ihren Wahlkampf weniger spektakulär. Das sieht man am Beispiel Oberschlesiens, wo die Wähler daran gewöhnt sind, dass auf den Listen Kandidaten auftauchen, die nicht zum Mainstream gehören. Dazu zählen auch Kandidaten der deutschen Minderheit in beiden oberschlesischen Woiwodschaften. Wenn man die sozialen Medien beobachtet, sieht man, mit welcher Mühe, aber auch Wertschätzung für die Wähler, die Kandidaten Dörfer und Städte besuchen und sich mit deren Bewohnern treffen. Schade, dass bei diesen Treffen vor allem der ältere und erfahrenere Teil der Gesellschaft diesen qualitativen Unterschied bemerkt - zwischen dem einfachen Aushängen von Bannern und einer Begegnung von Angesicht zu Angesicht sowie den Gesprächen mit hunderten von Bewohnern, nicht nur von Großstädten und nicht immer im Blitzlichtgewitter, sondern in den DFKs und den Dorfclubs.

Hoffentlich stellen wir uns beim Urnengang die Frage, welche der von den Plakaten lächelnden Personen irgendwann vor oder im Wahlkampf in unser Dorf gekommen ist. Wen interessierte wirklich meine Meinung? Ist es nicht sicherer, die zu wählen, für die ich ein Teil ihrer Heimat bin und nicht nur einer von Millionen anonymer Einwohner Polens.

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Pressekonferenz über eine postulierte Politik des polnisches Staates angesichts der deutschen Minderheit

Im Zusammenhang mit den beunruhigenden Äußerungen von Herrn Szymon Szynkowski vel Sęk des stellvertretenden polnischen Außerministers und von Janusz Kowalski zur postulierten Politik des polnischen Staates angesichts der deutschen Minderheit auf der Pressekonferenz, die gestern (am 30. September 2019) von dem ehemaligen Ratsmitglied, Herr Janusz Kowalski organisiert wurde, haben heute die Kandidaten aus der Deutschen Minderheit eine Pressekonferenz einberufen, um Ihren Standpunkt zu diesem Thema darzulegen.

Im Folgenden finden Sie eine Filmaufnahme aus der heutigen Pressekonferenz: 
 
Links zu Artikeln über die gestrige und heutige Pressekonferenz:    

http://radio.opole.pl/100,294399,janusz-kowalski-zapowiada-walke-o-partnerskie-re

http://skgd.pl/de/2019/10/01/odpowiedz-tskn-na-konferencje-wiceministra-msz/

Download:

 

 

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Arbeitstreffen bezüglich der Planung der Kultur- und Bildungsprojekte für das Jahr 2020

Am 30. September in der VdG-Geschäftstelle findet ein jährliches Arbeitstreffen z.T. „Planung der Kultur- und Bildungsprojekte der DMi für das Jahr 2020”, statt.

Während des Treffens wird über Berichte von Projekte aus dem laufendem Jahr und über die Vorstellung der Projekte im Bereich der Kultur- und Bildungsprojekte für das kommende Jahr gesprochen.
An dem Arbeitstreffen nehmen Vertreter der Organisationen der deutschen Minderheit und Gäste, teil: Frau Heridrun Jung von der Deutschen Botschaft in Warschau und Frau Brigit Fisel-Rösle, Konsulin der BRD in Oppeln.

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Pressekonferenz über Disproportion im Haushalt für den Denkmalschutz

Am heutigen Tag, den 30.09.2019 fand im Sitz der SKGD im Oppelner Schlesien eine Pressekonferenz, die sich auf das Thema der Disproportion im Haushalt für den Denkmalschutz und der Vorschläge der deutschen Minderheit, diese zu beseitigen. Auf der Pressekonferenz haben die Kandidaten des KWW der Deutschen Minderheit zum polnischen Sejm teilgenommen: der Sejmabgeordnete Ryszard Galla, der Sekretär der SKGD Zuzanna Donath-Kasiura, Bogna Lewkowicz, der VDG-Vorsitzende Bernard Gaida und der SKGD-Vorsitzende Rafał Bartek.

Nehmen Sie dieses Thema zur Kenntnis: 

http://skgd.pl/2019/09/30/o-dysproporcjach-w-budzecie-na-ochrone-zabytkow-mowili-ryszard-galla-bernard-gaida-oraz-zuzanna-donath-kasiura-kandydaci-do-sejmu-z-kww-mniejszosc-niemiecka/

  • Publiziert in Politik

Schlesien Journal 24.09.2019

Heute besuchen wir Glatz. Eine Ausstellung im Glatzer Stadtmuseum widmet sich derzeit den Jugendstilbauten der Stadt sowie ihrem Architekten Andreas Ernst. Ein Haus, in dem vor dem Zweiten Weltkrieg Werner Schmack lebte ist das schönste der vielen Jugendstilhäuser, die das Stadtbild bis heute prägen. Doch es verbirgt eine traurige Geschichte. Außerdem waren wir in Breslau, wo Jan Lenort und Richard Urban mit dem Bundesverdienstkreuz am Band ausgezeichnet wurden. Darüber hinaus eine Einladung zum JugendfestivalMłodych in Oppeln und die Zusammenarbeit der Freiwilligen Feuerwehr aus Chobie und der Bundesanstalt THW.

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Programm für das zweite JugendFestivalMłodych in Oppeln

Am 5. Oktober 2019 um 12.00 Uhr beginnt im Centrum Wystawienniczo-Kongresowe in Oppeln eine Veranstaltung, die sich an alle jungen Menschen der deutschen Minderheit richtet, aber auch an diejenigen, die sich für die deutsche Kultur und Sprache interessieren. Ein Tag voller Eindrücke, positiver Emotionen, Aktivitäten, Workshops und Diskussionen. Star des Abends wird die Musikgruppe „Treptow" aus Berlin sein. Wir laden herzlich ein!

 

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05.10.2019 Centrum Wystawienniczo-Kongresowe in Oppeln                                                      

PROGRAMM:

12.00 Offizielle Eröffnung

  • Workshops mit dem Schauspieler Klaudiusz Kaufmann
  • Öko- Workshops „Das zweite Leben unseres Mülls“
  • Sprachanimation- Workshop
  • Bodypainting - Workshop
  • Workshop „Wie wird man zum Leader“
  • Diskussion über die Zukunft der Jugend in den Strukturen der deutschen Minderheit
  • Karaoke
  • Workshop mit „Mantikora”
  • Roboterworkshops

19.00 Konzert der Gruppe „Treptow” https://treptow-musik.com/

21.00 Afterparty mit DJ Tomek Cuber

 

BEGLEITENDE  VERANSTALTUNGEN/ EVENTS:

  • Foodtrucks – Pasibus, Manifest
  • Papierherstellung, Schreiben mit einem Gänsestift
  • Schmuckherstellung
  • Miro Deutsche Fussballschul
  • Wettbewerbe, Rätsel
  • Kinderzone (Wettbewerbe, Kunstworkshops, Kleinkinderecke)
  • Lehrerbereich (Info-Stand, Zweisprachigkeit, Rechtsausbildung, Sprachanimationsworkshops)
  • Carwing-Workshop
  • Workshops mit der Österreichischen Bibliothek
  • Workshops mit der Staatlichen Fachhochschule in Neisse
  • Erste Hilfe Schulungen                   
  • Kletterwand für Kinder
  • Ausstellungsstände der Organisationen
  • Lotterie

Die Anmeldung zu den einzelnen Workshops erfolgt am Tag des Festivals an dem Infostand.

Finanzierung:

BMI23

 

 

 

 

  

  • Publiziert in Jugend
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