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24. Wallfahrt der drei Nationen

Am Samstag, den 21. September 2019 fand die 24. Wallfahrt der Nationen zu Maria Hilf in Zuckmantel statt, die besonders mit der Seligsprechung von Pater Richard Henkes verbunden war, der als Märtyrer in einem Konzentrationslager in Dachau sein Leben gab, um sich um Typhuskranke zu kümmern. Pater Henkes opferte sein Leben für die Anderen. Er überwand die nationalen Barrieren und die Vorurteile. (Mehr Informationen von Pater Henke finden Sie unter: http://vdg.pl/pl/portal/aktualnosci/blog/item/5035-porozumienie-miedzy-narodami-z-richardem-henkesemAn der Wallfahrt nahmen ca. 1000 Pilger aus Polen, Deutschland und Tschechien, teil. Priester Bischof Frantiśek V. Lubowicz, Ordinarius der Diözese Ostrava-Opava leitete die diesjährige Wallfahrt. Des Weiteren wurde die feierliche Eucharistie von Priester Bischof Rudolf Pierskała von der Diözese Oppeln durchgeführt.
 
Nach der feierlichen Eucharistie hatte ich ein kurzes Gespräch mit Herrn Andrzej Mały, dem ehemaligen Vorsitzenden des DFK Oppeln-Gruden, der schon aus Gruden 17 Reisen für die Pilgerfahrt der drei Nationen nach Zuckmantel organisierte. Während des Gespräches erfuhr ich, warum diese Pilgerfahrt in drei Sprachen durchgeführt wird. "Vor dem 2. Weltkrieg gab es hier praktisch keine Tschechen. Obwohl es die Tschechoslowakei war, gab es hier praktisch keine Tschechen. Hier lebten die Sudetendeutschen. Vor dem Krieg in Zlaté Hory, während der Volkszählung, war es die Tschechoslowakei.

Die Tschechoslowakei existiert seit 1918, so wie Polen seine Unabhängigkeit wiedererlangt hatte und sie zur Tschechoslowakei gehörte, aber in Zuckmantel gab es etwa fünftausend Einwohner in der Volkszählung, einige von ihnen Tschechen, der Rest waren Deutsche, es gab einige Juden, aber man konnte sie auch an den Fingern einer Hand abzählen. Diese Tschechen waren fünfundsiebzig Menschen. Dabei handelte es sich hauptsächlich um Angestellte, Postbeamte, Polizisten und Eisenbahner. Es waren solche Leute. So etwas gab es in Tschechien von Geburt an nicht. Jetzt sind sie vielleicht wenige von denen, die vor dem Krieg allein geblieben sind. Hier hat man früher nur Deutsch gesprochen. Hans Niekrawietz widmete dieser Wallfahrt in seinem Roman „Wind aus der Oder" ein Kapitel. Hier wurden Pilgerfahrten aus Oppeln gemacht, Menschen gingen zu Fuß und Pilgerfahrten wurden hier durchgeführt. Es war auch ein Heiligtum von großer Bedeutung für Schlesien, Oberschlesien, dieses deutsche Oberschlesien. Hier, nach dem St. Annberg, befand sich das zweitwichtigste Heiligtum.”

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Letzte Änderung am Mittwoch, 25 September 2019 15:21