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AGDM in der FUEN - Aufruf der Beauftragten der Länder

In diesen Tagen erinnert sich Europa an das Ende des Zweiten Weltkriegs und gedenkt in Stille der unzähligen Opfer des schrecklichen Weltkriegs. Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Minderheiten (AGDM) schließt sich dem Aufruf der Landesbeauftragten für Aussiedler, Spätaussiedler und Vertriebene zur Stärkung der Erinnerungskultur bezogen auf Flucht und Vertreibung der Deutschen aus dem europäischen Osten nach dem Zweiten Weltkrieg an.

Gleichzeitig möchte die AGDM an das Leiden der heimatverbliebenen Deutschen, die heutigen deutschen Minderheiten, in den Ländern Mittel- und Osteuropas sowie in der ehemaligen Sowjetunion erinnern, damit auch deren tragische Schicksale in der Nachkriegszeit nicht länger unbeachtet bleiben und ihre Bemühungen zur Aufrechterhaltung der deutschen Sprache, Kultur und Tradition damals sowie auch heute, den verdienten Platz in der Erinnerungskultur in Deutschland bekommen.

Die AGDM verweist in diesem Zusammenhang auch auf die Resolution, die sie im Zuge der AGDM Jahrestagung 2019 in Berlin verabschiedet haben. ("Resolution zum 75. Jahrestag des Endes des 2. Weltkrieges")

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Link zu den vollständigen Aufruf der AGDM:

Link zu den Aufruf der Beauftragten der Länder:

 

Quelle: AGDM in FUEN

Sprache als Bastion der Identität

Der Herbst ist die Jahreszeit, in der sich vieles um Planungen dreht. Sowohl, wenn es um die deutsche Gemeinschaft in Polen geht, die vom VdG vertreten wird, als auch bei der internationalen Zusammenarbeit der deutschen Minderheiten, die im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Minderheiten realisiert wird. Da ich an der Spitze beider Organisationen stehe, nehme ich an diesen Planungen teil. Unsere Möglichkeiten basieren dabei vor allem auf Zuwendungen des polnischen und deutschen Staates. Sie sind auch an den Zielen orientiert, die sich die Deutschen in Polen und anderen Ländern in ihren Satzungen, Strategien und Plänen vorgenommen haben.

Zumeist sind wir gut organisiert, sodass wir auch gut planen können. Wenn wir jedoch die Initiativen für das kommende Jahr planen, denken wir auch an strategische Ziele? Aus der Analyse der Vorhaben in Polen und anderen Ländern tritt die Arbeit mit jungen Menschen sowie die Tatsache, dass bei immer weniger Mitgliedern, die vor 1945 geboren wurden, die Förderung der deutschen Sprache an Bedeutung gewinnt, immer deutlicher in den Vordergrund. Es scheint, als sollte die Sprachförderung in Europa, wo man die kulturelle und sprachliche Vielfalt als Bindemittel der Gemeinschaft und die Minderheitenrechte als Bestandteil der Menschenrechte ansieht, Aufgabe der Schulen sein. Am 30. Jahrestag der Versöhnungsmesse in Kreisau jedoch erinnerte ich mich daran, dass damals auf einem der Transparente über unseren Köpfen geschrieben stand "Wir fordern deutsche Schulen". Traurig war die Reflexion, dass wir nach 30 Jahren diese Forderung immer noch unterzeichnen könnten.

Dabei wissen wir aus Rumänien oder aus der Erfahrung der polnischen Schulen in Litauen, dass dies möglich und unabhängig vom materiellen Status des Landes ist, sondern vielmehr auch vom politischen Willen abhängt - von Politikern, die in der letzten Zeit konsequent die Anzahl der Deutschstunden in polnischen Grundschulen reduzieren. Deshalb wird nichts die Anstrengungen unserer Organisationen und der Familien selbst ersetzen. Sowie die Hilfe aus Deutschland, das glücklicherweise nach der letzten Sitzung des Deutsch-Polnischen Runden Tisches und dem Rückzug der polnischen Regierung von gegebenen Versprechen in Sachen Bildung sich entschlossen hat, diese Anstrengungen zu unterstützen. Wenn nämlich der Schule nicht erlaubt wird, entsprechend der Bedürfnisse gegen den weiteren Verfall der Muttersprache bei Kindern aus schlesischen, masurischen oder ermländischen Familien anzugehen, muss dies in einem enormen Kraftakt außerschulisch geschehen.

Und wir werden dies tun. Das bedarf aber nicht nur eines realen Angebots, sondern auch des Bewusstseins und des Willens, aus der deutschen Sprache die Bastion der eigenen, familiären oder regionalen Identität bei Tausenden von uns zu machen. Es bedarf des Willens, jede Möglichkeit auf dem Weg zum Erlernen der Sprache und zum Kennenlernen der deutschen Kultur zu nutzen.

  • Publiziert in Blogs

Bernard Gaida wurde als Sprecher der AGDM wiedergewählt!

Während der 28. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Minderheiten (AGDM) in der Föderalistischen Union Europäischer Nationalitäten (FUEN) in Berlin wurde am Donnerstag, den 5.November 2019 Herr Bernard Gaida, Vorsitzende des Verbandes der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen als Sprecher der AGDM einstimmig für drei Jahre wiedergewählt. 

Weitere Informationenen finden Sie unter:

http://wochenblatt.pl/bernard-gaida-wiedergewahlt/?fbclid=IwAR0hWq9U0ZciuwvF0HJSEur4ZJQtVWyCtKHtnQAUV_eEsy_POjDu3bntrZQ

Die erste AGDM Jugendtagung in Dänemark

In den Tagen 4.-7. April 2019 findet zum ersten Mal die Jugendtagung der AGDM in der Bildungsstätte Knivsberg in Dänemark statt. An der Tagung nehmen über 15 Jugendvertreter/ Innen und Jugendkoordinatoren/ Innen der AGDM-Mitgliedorganisationen teil, darunter aus Serbien, Ungarn, Moldawien, Rumänien, Georgien, Kroatien, Polen, Slowakei, Ukraine, Litauen, Lettland, Tschesien und Russland. Während der Tagung werden neue Wege der Jugendarbeit der deutschen Minderheiten erarbeitet.

Die deutsche Minderheit in Polen vertritt die VdG-Jugendbeaufragte, Beata Sordon und die Vorsitzende des Bundes der Jugend der Deutschen Minderheit, Katrin Koschny. Im Programm steht der Besuch bei der gastgebenden deutschen Minderheit in Dänemark, dem Bund Deutscher Nordschleswiger, sowie der Wahl des AGDM Jugendkoordinators/ In. Außerdem werden die Jugendlichen das Deutsche Gymnasium in Apenrade und die Redaktion Nordschleswig besuchen. Es werden auch die neuen Perspektiven und Pläne der Jugendarbeit der deutschen Minderheiten besprochen.

Die AGDM Jugendtagung findet zum ersten Mal statt und wird vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat gefördert.

  • Publiziert in Jugend

Proteste der AGDM finden ein erfolgreiches Ende

Eine erfreuliche Nachricht erreichte heute die deutschen Volksgruppen. Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Minderheiten in der FUEN unter der Leitung des Sprechers Bernard Gaida, informierte heute in einer Pressemitteilung, dass „die 1 Million Euro aus dem Haushalt des Auswärtigen Amts im Jahr 2019, die vorerst als Haushaltsvorsorge nicht verteilt werden sollten, werden den deutschen Minderheiten und Mittlerorganisationen doch ab sofort zur Verfügung stehen.“

  • Publiziert in Politik

Goran Beus Richembergh wurde zum Vorsitzenden des Unterausschusses für Minderheitenrechte der Parlamentarischen Versammlung des Europarates gewählt.

Am 7.03.2019 wurde während der Sitzung des Ausschusses für Gleichstellung und Nichtdiskriminierung, die in Paris stattgefunden hat, Goran Beus Richembergh zum Vorsitzenden des Unterausschusses für Minderheitenrechte der Parlamentarischen Versammlung des Europarates gewählt.

Wir gratulieren zur neuen Funktion im Europarat und freut sich auf die weitere erfolgreiche Zusammenarbeit!

  • Publiziert in Politik
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