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Bogna Piter

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„Ich habe hier einige Bedenken“ - eine Erinnerung an Krzysztof Szymczyk

Gestern, am 14. April, erreichte uns die Nachricht über den Tod von Krzysztof Szymczyk, langjährigem Korrektor von Wochenblatt.pl

„Das Wochenblatt.pl und vorher das »Schlesische Wochenblatt« ohne die polnische Korrektur von Krzysztof Szymczyk war für mich bis heute undenkbar. (…) Seine Hilfe war unbezahlbar. Er war ja der erste Leser unserer polnischen Texte, unheimlich gründlich unsere Artikel analysierend, stellte er nicht selten wichtige Fragen, die uns dazu brachten, nochmals das geschriebene zu überdenken und umzuschreiben, bevor es in die Zeitung kam“ - erinnert sich Rudolf Urban, Chefredakteur von Wochenblatt.pl

Krzysztof Szymczyk, Meister der polnischen Orthographie, arbeitete jahrelang zusammen mit der Redaktion des Wochenblatt.pl. In der Oppelner Wochenzeitung NTO leitete er die Rubrik "Z monitora korektora" (aus dem Bildschirm des Korrektors), in der er sein Wissen mit den polnischen Lesern teilte. Sein unerwarteter Tod hat uns alle tief betrübt.

Eine Erinnerung an den Kollegen, gründlichen Korrektor und langjährigen Mitarbeiter auf Wochenblatt.pl HIER.

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  • Publiziert in VdG

Jahr 1921 in Oberschlesien – Überblick der Veranstaltungen und Publikationen

Für das Jahr 2021 fällt der hundertste Jahrestag des Plebiszits in Oberschlesien. An die Ereignisse erinnern Debatten, Ausstellungen, Dokumentationen und Publikationen:

EREIGNISSE

  • Sonderausstellung

Am 20. März 2021 wurde im Sitz des Oberschlesischen Museums in Ratingen eine Sonderausstellung über schlesische Aufstände eröffnet. Die Eröffnung der Ausstellung fand in Online-Form statt – eine Aufzeichnung der Vernissage ist HIER auf der Website des Museums verfügbar. Begleitet wird die Ausstellung von einem Katalog und einer internationalen Konferenz.

  • Podiumsdiskussion

Am 21. März 2021 fand im Sitz des VdG in Oppeln eine Podiumsdiskussion mit Experten statt, in der die Ursprünge und Auswirkungen der Volksabstimmung diskutiert wurden. Prof. Ryszard Kaczmarek, der Regionalist Dawid Smolorz, die BJDM-Mitgliederin und Studentin Monika Mikołajczyk sowie Vorsitzender des VdG, Bernard Gaida, diskutierten über die vergangenen Ereignisse. Bericht aus der Diskussion HIER. Die Aufnahme der Diskussion in deutscher Sprache erschien auf der Facebook-Seite des Wochenblatt.pl:

  • Wettbewerb "Vor 100 Jahren in Schlesien"

Forschungszentrum der DMi lädt zu einem Wettbewerb für das interessanteste Erinnerungsstück an die Volksabstimmung und ihre Folgen ein. Der Wettbewerb soll die Suche nach Fotos und Dokumenten im Zusammenhang mit Vorfahren fördern, die in der Zwischenkriegszeit in Oberschlesien lebten. Der Wettbewerb läuft bis zum 20. Oktober. Bekanntgabe der Ergebnisse: spätestens am 15. November. Mehr Informationen HIER.

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  • Heilige Messe auf dem St. Annaberg

Am 5. Juli 2021 um 16:00 Uhr wird auf dem St. Annaberg eine feierliche Messe zum Gedenken an die Opfer der Aufstände gehalten.

PUBLIKATIONEN

  • Buch "Die schlesischen Aufstände 1919-1920-1921". Ein unbekannter deutsch-polnischer Krieg 

Bereits 2019, zum Jahr der Schlesischen Aufstände erklärt, wurde eine Publikation von Prof. Ryszard Kaczmarek veröffentlicht, die die Entstehung, den Verlauf und die Auswirkungen der Schlesischen Aufstände analysierte. In der Einleitung schreibt der Autor: "Die schlesischen Aufstände waren eine der Manifestationen eines politischen Konflikts, der viel weiter gefasst war als nur ein regionaler. Es beruhte auf einem Streit über die Grenzen zweier Nationalstaaten nach dem Ersten Weltkrieg, und die Kämpfe in Oberschlesien waren Teil des unsäglichen polnisch-deutschen Krieges". Das Buch ist HIER in der Buchhandlung des Hauses der deutsch-polnischen Zusammenarbeit erhältlich.

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  • Karte mit dem Ergebnis der Volksabstimmung 1921

Das Haus der deutsch-polnischen Zusammenarbeit in Kooperation mit dem Wochenblatt.pl veröffentlicht eine Volksabstimmungskarte mit Informationen zu derem Ergebnis in einzelnen Orten der Region. Die Karte ist vier Wochen lang als Beilage der einzelnen Nummern erhältlich; Sie können auch die Nummern bestellen, indem Sie sich direkt an die Redaktion wenden. Mehr Informationen HIER.

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  • Dokumentarfilm 

Der Film „Walka plebiscytowa o Górny Śląsk” (Kampf um Oberschlesien – Plebiszit 1921“ analysiert den Konflikt um die Zugehörigkeit Oberschlesiens nicht nur aus der Sicht großer Politik. Er beugt sich auch über das Schicksal der gewöhnlichen Menschen, die zu dieser Zeit im Zentrum der Ereignisse standen. Das Material ist mit historischen Aufnahmen und Aussagen von Experten angereichert. Der Film (in polnischer Version) ist HIER auf der Website des Oberschlesischen Landesmuseums zu sehen.

Film "Walka plebiscytowa o Górny Śląsk"

  • Kindercomic

Für jüngere Leser hat das Haus der deutsch-polnischen Zusammenarbeit ein zweisprachiges Comic-Buch zum Thema schlesische Aufstände vorbereitet. Eine seiner Heldinnen, Atka, lebt in Deutschland, nachdem ihre Großeltern nach den Aufständen dorthin gezogen sind. Die Veröffentlichung ist der vierte Teil einer Reihe über die Geschichte Oberschlesiens. Mehr Informationen auf der Website der HDPZ-Buchhandlung HIER.

Schlesische Aufstande Comic DE

  • Bildungsanimation

"Das Jahr 1921 war ein sehr Wichtiges damals bei uns in Oberschlesien" – mit diesen Worten beginnt der Großvater die Geschichte des Plebiszits in Oberschlesien zu erzählen, die an seinen Enkel adressiert ist. Die von der Stiftung Haus Oberschlesien vorbereitete Bildungsanimation nähert sich in einfachen Worten den Ursprüngen dieser Ereignisse und richtet sich sowohl an jüngere als auch ältere Zuschauer:

"Wir sind mehrsprachig" - neues Gesetz über regionale Sprachen in Frankreich

Das französische Parlament hat ein neues Gesetz zum Schutz der Regionalsprachen gebilligt. Das Gesetz ermöglicht unter anderem die Möglichkeit des immersiven Unterrichts und der zweisprachigen Beschilderung in der Öffentlichkeit.

Das Gesetz wurde am Donnerstag, dem 8. April 2021, verabschiedet. Es wurde durch die Mehrheit des Assemblée nationale, des französischen Parlaments, unterstützt: 247 stimmten dafür, 76 dagegen; 19 enthielten sich der Stimme.

Bisher war es in Frankreich möglich, zweisprachige Ortsschilder aufzustellen, „aber jetzt ist dies gesetzlich vorgeschrieben; niemand kann es infrage stellen. Bisher war für regionale Sprachen alles verboten, was nicht genehmigt war. Sagt Paul Molac, Autor des Gesetzes.

Der Politiker betont auch die Bedeutung des Gesetzes für den Unterricht regionaler Sprachen in Schulen: „In der Schule werden wir in der Lage sein, die immersive Unterrichtsmethode anzuwenden: Ab einem bestimmten Zeitpunkt entscheiden wir uns, die regionale Sprache für viele Stunden anzuwenden, damit die Kinder in ihre Landessprache Sprache eintauchen. Aus unserer bisherigen Erfahrung können wir sehen, dass dies die französische Sprache überhaupt nicht beeinflusst. Ein Experiment im Baskenland hat gezeigt, dass Kinder, die den Kindergarten mit der baskischen Sprache besuchten, später in der Grundschule im Französischen besser abschnitten." In der Grundschule soll Französisch schrittweise eingeführt werden, damit die Kinder beim Verlassen der Schule zweisprachig sind. Die Kinder hingegen, die nicht die Möglichkeit haben, solche Schulen an ihrem Wohnort zu besuchen, sollten finanzielle Unterstützung für das Sprachenlernen erhalten.

„Das bisher geltende Gesetz (...) von 1951 sah vor, dass man in der Schule nur dann eine Regionalsprache unterrichten darf, wenn dazu parallel Französisch unterrichtet wird (...). Wir ändern dieses Gesetz dahingehend, dass wir uns der Verwendung regionaler Sprachen nicht widersetzen können“, fügt Molac hinzu. Auf die Kritik antwortet er: "Wir sind mehrsprachig und Frankreich ist ein Land mit Menschen, die verschiedene Sprachen sprechen." Das Gesetz umfasst Sprachen wie Picardisch, Bretonisch, Korsisch, Elsässisch, Okzitanisch und Kreolisch.

Die deutsche Minderheit hat nur begrenzte Möglichkeiten zweisprachigen Unterrichtes; Deutsch als Unterrichtssprache existiert praktisch nicht. Es werden in Polen auch Anstrengungen unternommen, Landessprachen Schlesisch und Wilmesaurisch als Regionalsprachen anzuerkennen.

„In Frankreich gilt das Gesetz für regionale Sprachen. In Polen müsste auf ähnliche Weise auch die deutsche Sprache unterrichtet werden, die hier eine Minderheitensprache ist. Der Immersionsunterricht wird in Polen jedoch nur an einigen Verbandsschulen durchgeführt." - sagt Bernard Gaida, Vorsitzender des VdG. Bisher wurde Frankreich als negatives Beispiel für Minderheitenpolitik angeführt. Nach der Umsetzung des neuen Gesetzes kann es als Vorbild für andere EU-Länder dienen.

Quellen: 
"Nasze języki - nasze życie!" - Dziennik Bałtycki (9.4.2021)
"France adopts historic law to protect its regional languages" - The connection. French news and views (9.4.2021)

  • Publiziert in Politik

Schlesien Journal 6.4.2021

Ostern ohne Ostereier? Niemals! Patryk Blania aus Oberwitz ist seit seiner frühesten Kindheit fasziniert von der Handwerkskunst des Eierkratzens. Im Interview verrät er uns den größten Anfängerfehler, den man beim Eierkratzen machen kann. Außerdem: Die Pfarrgemeinde Chronstau gibt zu ihrem 100-jährigen Bestehen eine Kirchenchronik heraus. Die sei eine Inspiration für alle Leser heute, meint Rafał Bartek. Vor allem, wenn es darum geht in schwierigen Zeiten Kraft im Glauben zu finden. Und zum Schluss: Der BJDM hat seit kurzem einen neuen Vorstand und startet mit neuen Ideen in den Frühling. Unter anderem hat der Nachwuchs der Deutschen Minderheit einen Graffiti-Workshop geplant. Zum 21. Mal beginnt der Österreichische Frühlung. Zu diesem Anlass lädt die Österreichische Bibliothek zur Ausstellung "Wiener aus Galizien" ein.

  • Publiziert in Video
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