Log in
Bogna Piter

Bogna Piter

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Angebot einer kostenlosen Ferienfreizeit für Kinder aus den Überschwemmungsgebieten

Das Oberschlesische Eichendorff-Kultur- und Begegnungszentrum in Lubowitz der deutschen Minderheit in Polen/Wojewodschaft Schlesien lädt 30 Kinder im Alter von 10–18 Jahren aus den betroffenen Katastrophengebieten an Ahr und Erft ein, ab 14. August 2021 für 2 Wochen nach Oberschlesien zu fahren.

Das vereinbarten der Bundesvorsitzende der Landsmannschaft Schlesien, Stephan Rauhut, und der Vorsitzende der deutschen Minderheit in der Wojewodschaft Schlesien, Martin Lippa. „Beim Jahrhunderthochwasser an der Oder 1997 haben wir in Schlesien viel Hilfe erfahren, nun wollen wir auch helfen.“, so Martin Lippa.

Dort gibt es Gelegenheit, die wunderschöne Landschaft und gleichaltrige Kinder der Partnerregion Oberschlesien der Bundesländer Rheinland-Pfalz (Wojewodschaft Oppeln) und Nordrhein-Westfalen (Wojewodschaft Schlesien) kennenzulernen und etwas Abstand von der Katastrophensituation in den Überschwemmungsgebieten zu gewinnen.

Die Kosten für Reise (moderner Reisebus, qualifizierte Betreuer, Unterkunft und Verpflegung) übernimmt die Stiftung für die Entwicklung Schlesiens, die Stiftung der deutschen Volksgruppe in Schlesien.

Die Koordination in der Bundesrepublik Deutschland übernimmt die Landsmannschaft Schlesien, Nieder- und Oberschlesien e.V. in Königswinter.

Interessierte Eltern können sich ab sofort melden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Telefon 02244–92590

Quelle: Schlesien Portal

Wahlprüfsteine zu den Bundestagswahlen 2021: BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN

Wir erhalten bereits die ersten Antworten von den Parteien, die an der Bundestagswahlen 2021 teilnehmen. Die erste Partei, die uns ihre Deklarationen zugeschichkt hat, ist BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN. Unten können Sie die von uns gestellten Fragen samt Antworten, die uns erteilt wurden: 

1. Welche Priorität haben in Ihrer politischen Planung die Angelegenheiten der deutschen Minderheiten in Mittel- und Osteuropa, darunter besonders der deutschen Minderheit in Polen?

Die Aussöhnung mit unseren Nachbarn ist ein wichtiges Anliegen grüner Politik. In den vergangenen drei Jahrzehnten sind gute, vertraute und freundschaftliche Beziehungen zwischen Polen und Deutschland gewachsen. Diese sind Voraussetzung für das Gelingen der europäischen Einigung. Die Stärkung dieser Freundschaft ist Ziel unserer Politik und wir wissen um die Leistungen der Minderheiten in diesem Prozess. Viel zu oft war das Verhältnis zwischen Polen und Deutschland in den vergangenen Jahren durch Sprachlosigkeit geprägt. Diese Sprachlosigkeit wollen wir GRÜNE überwinden und den Dialog zwischen den Regierungen, aber vor allem zwischen den Gesellschaften, stärken. Der deutsch-polnische Freundschaftsvertrag ist für uns auch ein Auftrag, unsere bilateralen Beziehungen zu intensivieren.

2. Haben Sie die Absicht, diese Angelegenheiten zu einem Punkt im Wahlprogramm Ihrer Partei in der Bundestagswahl 2021 zu machen? Wenn ja, in welchem Ausmaß?

Mit unserem Wahlprogramm und unserer Politik setzen wir uns für die Rechte und die Stärkung von Minderheiten ein – in Deutschland und anderswo. Der Umgang mit Minderheiten ist der Gradmesser für den Menschenrechtsschutz in einer Gesellschaft – nicht nur in Fragen der individuellen Orientierung, sondern auch mit Blick auf kulturelle oder soziale Hintergründe. Als GRÜNE pflegen wir intensive und gute Kontakte in Polen – Richtung Politik und Zivilgesellschaft. Dabei haben wir stets auch die Bedürfnisse der Minderheiten im Blick.

3. Wie steht Ihre Partei zu der Verankerung der Grundwerte der Minderheitenpolitik auf der Ebene der Europäischen Union, die trotz Regelungen in den Dokumenten des Europarates nicht immer beachtet werden und sich in den kritischen Berichten der Experten widerspiegeln?

Wir GRÜNE setzen uns seit Jahren vehement für die Einhaltung der Grundwerte und -rechte explizit den Minderheitenschutz und die Achtung der Nichtdiskriminierung durch die EU-Mitgliedstaaten ein wie sie im EU-Vertrag (Art. 2) und der EU-Grundrechtecharta (Art. 21), aber auch in der Europäischen Menschenrechtskonvention (Art. 14) verpflichtend festgeschrieben sind. Wir stehen zum Beitritt der EU zur EMRK, wollen aber, indem wir die EU-Grundrechtecharta langfristig gegenüber den Nationalstaaten einklagbar machen, die Europäische Staatsanwaltschaft stärken, um so die Rechte aller EU-Bürger*innen zu wahren. Mit dem EU-Mechanismus für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Grundrechte sollen Verstöße sanktioniert werden können. Aus dem jährlichen Rechtsstaatlichkeitsbericht sollen konkrete Maßnahmen bis hin zum Stopp von EU-Geldern folgen. Der neue Rechtsstaatsmechanismus für den EU-Haushalt muss sofort zum Einsatz kommen und Projekte dann von der EU vor Ort gefördert werden.

4. Die DMi hat nicht in allen EU-Ländern Schulen mit Deutsch als Unterrichtssprache oder Schulen, die in zwei Sprachen unterrichten. Was möchten Sie eventuell tun, um diese Unterschiede zu beseitigen, besonders in Bezug auf Polen mit einer der größten deutschen Minderheit in Europa?

Im Bereich der Bildungsarbeit im Ausland sind die Arbeit der AKBP-Mittler wie das Goethe-Institut, die Deutschen Auslandsschulen und die PASCH- bzw. DSD-Schulen ein wertvolles Netzwerk, das wir auch weiterhin in seiner Arbeit unterstützen, auch hinsichtlich der Netzwerke in den EU-Staaten. Auslandsschulen sind Orte der Begegnung und des interkulturellen Dialogs, die wir auch mit Blick auf Fragen der Teilhabe und Umsetzung von Inklusion weiter stärken wollen. Das Netzwerk der DAS ist weltweit gut aufgestellt, wenn auch nicht allerorts eine Schule mit deutschen Sprachangebot zu finden ist, dann doch in den meisten Ländern. In den wenigen Ländern ohne DAS unterstützen wir den Ausbau des Netzwerkes, ebenso wie die Reform des Auslandschulgesetzes hinsichtlich der Anforderungen, die die Evaluation aufgezeigt hat.

5. Der Bundestag und das EU-Parlament haben sich 2020 für die Europäische Bürgerinitiative Minority Safepack ausgesprochen. Leider folgte die Europäische Kommission dem nicht und hat die Bürgerinitiative der FUEN abgelehnt. Werden Sie die Anerkennung dieser Bürgerinitiative weiter unterstützen?

Wir GRÜNE unterstützen die Minority Safepack Initiative und wollen Minderheitenrechte wie den Erhalt von Sprache, Kultur und Identität sowie Namensführung in der EU stärken.

6. Im Jahr 2019 hat die AGDM eine Resolution verabschiedet. Diese betraf die neuen Ausrichtungen der Unterstützung der DMi u. a. auch die Finanzierung, die als zu niedrig im Vergleich mit den Bedürfnissen der Minderheiten definiert wurde. Sind Sie bereit, das in Ihrem Wahlprogramm zu berücksichtigen?

Wir GRÜNE setzen uns dafür ein, die Rechte von Minderheiten sowie Regional- und Minderheitensprachen in ganz Europa zu schützen. Das Wahlprogramm berücksichtigt deshalb die Förderung der Minority Safepack Initiative ebenso wie die Stärkung der Minderheitenrechte und den Erhalt von Sprachen, Kulturen und Identitäten. Es ist ausdrücklicher Bestandteil der Minority Safepack Initiative, die sprachliche Vielfalt in der EU zu stärken. Der Schutz von Minderheiten, ihren Sprachen, Kulturen und Identitäten ist aus unserer Sicht essentiell, um Europas Vielfalt zu wahren.

7. Anlässlich des 30. Jubiläums des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrags wurden u. a. erstmals die Rechte der in Polen lebenden DMi festgelegt. Viele davon und von der gemeinsamen Erklärung aus 2011, wurden aus der Sicht der DMi in Polen nicht umgesetzt. Wie steht Ihre Partei dazu?

Wir GRÜNE wollen die Umsetzung des deutsch-polnischen Vertrages über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit in Deutschland und in Polen verbessern. Beispielsweise wird man im Bereich der Förderungen von Mehrsprachigkeit den vereinbarten Zielen nicht gerecht. Mehrsprachigkeit ist ein Geschenk und trägt zur besseren Verständigung bei. Deshalb sollte sie verstärkt gefördert werden. Außerdem wollen wir den Austausch – vor allem zwischen jungen Menschen – besser unterstützen.

8. Viele Mitglieder der DMi in Polen sind deutsche Staatsangehörige und besitzen als Auslandsdeutsche das Wahlrecht, das aber subjektive Begründungen der Vertrautheit und Betroffenheit von politischen Verhältnissen in BRD verlangt. Sind Sie bereit, das zu vereinfachen?

Die 2013 im Bundestag einmütig beschlossenen Regelungen zur Teilnahme an Bundestagswahlen für Deutsche, die dauerhaft im Ausland leben, orientieren sich an der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts. Wenn in der Praxis vermehrt Probleme auftreten sollten, wollen wir GRÜNE das gerne prüfen.

Die Gruenen LOGO

Zur Erinnerung: die Bundestagswahlen finden am 26. September 2021 statt. Wahlberechtigte Deutsche, die sich dauerhaft im Ausland aufhalten, haben bis zum 5. September 2021 die Möglichkeit, einen Antrag auf die Eintragung in das Wählerverzeichnis zu stellen. Mehr dazu erfahren Sie HIER

  • Publiziert in Politik

Schon bald fängt an das Sommercamp für Jugendliche!

Nur noch bis zum 5. August kann man sich zur Teilnahme am Sommercamp für die Jugendlichen der deutschen Minderheit anmelden. 

Das Workshop, dass in Turawa stattfindet, wird in den Tagen 22-26. August 2021 organisiert. 

Wichtigstes vom Programm:

  • Sonntag, den 22.8.
    Kennenlernenrunde; Aufteilung in Gruppen
  • Montag, den 23.8.
    Sprachworkshop; die Teilnehmer lernen ihre Kenntnisse und starke Seiten kennen
  • Dienstag, den 24.8.
    Ausflug nach Krascheow, Sportaktivitäten
  • Mittwoch, den 25.8.
    Kreativworkshop in Gruppen
    Abends: gemeinsames Lagerfeuer
  • Donnerstag, den 26.8. - Abschied

Turawa plakat

Die Koordinatoren planen auch einige Überraschungen und ein Paar neue Einheiten. Einiges davon verrät Beata Sordon, Jugendbeauftragte des VdG, für das Wochenblatt: "Natürlich haben die Jugendlichen sehr verschiedene Interessen und Leidenschaften und wir wollten so ein Angebot zusammenstellen, damit jeder etwas findet, was ihn interessiert und ich hoffe, dass es uns gelungen ist“, sagt Beata Sordon. Mehr dazu erfahren Sie HIER

Es gibt noch die letzten freien Plätze! Anmeldungen und mehr Informationen: 
Beata Sordon, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
tel. +48 77 454 78 78, Durchwahl: 110

 

  • Publiziert in Jugend

Volkszählung 2021 - nur noch zwei Monate!

Bis zum Ende der Volkszählung in Polen sind es nur noch zwei Monate geblieben. Die Möglichkeit, die Fragen zu beantworten - sei es über eine auf der Internetseite des Statistischen Amtes verfügbare Anwendung oder unter der Begleitung eines Aufzählers − besteht nur noch bis zum 30. September 2021.

"Ende Juli haben diese Pflicht bereits 18 Millionen Menschen in ganz Polen erfüllt; insgesamt also 48,38 % der Einwohner. Von allen Woiwodschaften steht die Woiwodschaft Oppeln an erster Stelle: Hier haben bereits 54,6 % der Einwohner Fragen des Statistischen Amtes beantwortet. An der Spitze stehen das Karpatenvorland (podkarpackie) mit 51,8% und Heiligkreuz (świętokrzyskie) mit 51,3%", verrät Monika Bartel vom Statistischen Amt in Oppeln. "Die wenigsten Einwohner waren es aber in der Woiwodschaft Ermland-Masuren (warmińsko-mazurskie): bis heute nur noch 44,9 %", ergänzt sie.

Ein Volkszählung-Plakat am Fenster im Sitz der DSKG in Breslau / Plakat spisowy w oknie siedziby NTKS we Wrocławiu

Obwohl generell in Polen weniger als die Hälfte der Einwohner an der Volkszählung teilgenommen haben, gibt es Gemeinden, in denen es fast jeder gemacht hat. Die drei Gemeinden in der Woiwodschaft Oppeln mit dem bisher besten Ergebnis sind Polska Cerekiew (80,6%), Wilków (78,4%) und Lubsza (77,2%).  Auf 2.477 Gemeinden im ganzen Land hingegen liegt die Gemeinde Stara Błotnica in der Woiwodschaft Masowien (mazowieckie) an erster Stelle. Dort haben bereits fast alle Einwohner die Volkszählung durchgeführt, also 95,79% (!).

Auf das Tempo der Volkszählung in einzelnen Regionen haben Einfluss verschiedene Faktoren: "Es sind unter anderem die von den Gemeinden organisierten mobilen Volkszählungsstellen, die darauf abzielen, Menschen ohne Internetzugang zu erreichen. Von großer Bedeutung ist auch die Arbeit der Aufzähler oder selbst der mobilisierten Einwohner. Von den Ergebnissen der Volkszählung in den einzelnen Gemeinden hängt unter anderem die Höhe der Zuschüsse ab, die die Kommunen später erhalten", erklärt Monika Bartel. Auch in Kreisen nationaler Minderheiten ist das Engagement für die Informationskampagne groß: "Traditionelle Werbematerialien wie Plakate und Flugblätter wurden vom Verband deutscher Gesellschaften an einzelne Minderheitenorganisationen in ganz Polen verteilt, aber einige Verbände haben auch aus eigener Initiative Plakate erstellt.

Um jedoch vor allem die junge Generation zu erreichen, haben sowohl die VdG als auch die Sozial-Kulturelle Gesellschaft der Deutschen in Schlesien und der Bund der Jugend der Deutschen Minderheit Werbekampagnen im Internet und in den sozialen Medien gestartet:

Mit Humor will der BJDM auch die Jugendlichen erreichen / Z humorem BJDM dociera do młodzieży   Mit Humor will der BJDM auch die Jugendlichen erreichen / Z humorem BJDM dociera do młodzieży

Diese Maßnahmen zielen darauf ab, so viele Menschen wie möglich zu erreichen, die nicht unbedingt Mitglieder einer bestimmten deutschen Minderheitsorganisation sind", nennt Monika Wittek in einem Gespräch für das Wochenblatt.pl.

Monika Bartel vom statistischen Amt in Oppeln betont: die Teilnahme an der Volkszählung sei in diesem Jahr obligatorisch: „Im ganzen Land gab es etwa 80 Fälle, in denen Personen, die von den Aufzählern kontaktiert wurden, sich kategorisch weigerten, an der Volkszählung teilzunehmen. In dieser Situation wurde die Angelegenheit nach dem Gesetz über die öffentliche Statistik an die Polizei verwiesen. Die Weigerung, an der Volkszählung teilzunehmen, kann bis zu 5.000 Zloty bestraft werden“, fügt sie hinzu. Sie betont jedoch: „Menschen, die Schwierigkeiten haben, das Formular auszufüllen, können die Hilfe einer Hotline in Anspruch nehmen. Ansonsten kann man auf der GUS-Internetseite Antworten auf »Häufig gestellte Fragen« finden“. Auch Angehörige der deutschen Minderheit können auf Unterstützung zählen: In den Verbandssitzen finden Treffen mit Mitgliedern und Konsultationen statt. Auch Freiwillige sind beteiligt, lesen wir im Wochenblatt.pl.

Zur Erinnerung: Die alle zehn Jahre stattfindende Volkszählung zielt darauf ab, Informationen über Familien, Migration, Behinderung, Bildung oder Wohnraum zu sammeln. Die Ergebnisse der Volkszählung sind für die in Polen lebenden nationalen Minderheiten von entscheidender Bedeutung. Unter anderem davon hängt es ab, in welchem Bereich sie in den nächsten Jahren finanziert werden.  

Diesen RSS-Feed abonnieren