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Das Gesicht des Wahlkampfes

Es dauert der Wahlkampf an, dessen Bilder in den Medien präsentiert werden und ungeachtet der politischen Sympathien zur Reflexion zwingen. Wie es in Polen üblich ist, übertreffen sich die politischen Parteien in Emotionen. Am einfachsten ist es, diese zu entfachen, wenn wirkliche oder fiktive Affären aufgedeckt werden, Plänkler zu Wort kommen oder statt eigener Programme die der Gegner lächerlich gemacht werden. Emotionen entstehen auch dank des Geldes, was in der letzten Zeit im Wahlkampf zur Norm wurde. Eine Norm, die aus offensichtlichen Gründen nur von der Regierungspartei genutzt werden kann. Immer weitere Sozialtransfers oder deren Ankündigung, von denen einige sinnvoll waren, haben längst eine Grenze überschritten, sodass sie nun aus makroökonomischer Sicht schädlich sind und das gemeinsame Konto für die Zukunft belasten. Sie haben aber Einfluss auf die Wähler. Daher machen sie auch viele Politiker abhängig und der Opposition geben sie im Grunde keine Chance auf die Entwicklung eigener sinnvoller Programme. Eine andere Sache ist, ob die Oppositionsparteien lange vor den Wahlen an Alternativen und schlüssigen Programmen gearbeitet haben. Es war schwierig, dies zu sehen.

Ein Bild des Wahlkampfes sind die bunten Banner und Plakate an Zäunen, Brücken und anderen Flächen. Neben dem Gesicht und einem Slogan beinhalten sie zumeist nichts mehr. Ein anderes Bild sind Treffen mit Wählern. Millionen Menschen sehen fern und hören die Tiraden und Reden im Blitzlichtgewitter, in Hallen und Stadien und die Medien entnehmen daraus einzelne Sätze nach ihrem Gusto. Öffentlich-rechtliche Medien, die schon längst ihren öffentlichen Charakter und die Mission verloren haben, sind dabei keine Informationsgeber mehr sondern Teilnehmer des Wahlkampfes.

Im Schatten der polenweiten Gefechte führen regionale Gruppierungen ihren Wahlkampf weniger spektakulär. Das sieht man am Beispiel Oberschlesiens, wo die Wähler daran gewöhnt sind, dass auf den Listen Kandidaten auftauchen, die nicht zum Mainstream gehören. Dazu zählen auch Kandidaten der deutschen Minderheit in beiden oberschlesischen Woiwodschaften. Wenn man die sozialen Medien beobachtet, sieht man, mit welcher Mühe, aber auch Wertschätzung für die Wähler, die Kandidaten Dörfer und Städte besuchen und sich mit deren Bewohnern treffen. Schade, dass bei diesen Treffen vor allem der ältere und erfahrenere Teil der Gesellschaft diesen qualitativen Unterschied bemerkt - zwischen dem einfachen Aushängen von Bannern und einer Begegnung von Angesicht zu Angesicht sowie den Gesprächen mit hunderten von Bewohnern, nicht nur von Großstädten und nicht immer im Blitzlichtgewitter, sondern in den DFKs und den Dorfclubs.

Hoffentlich stellen wir uns beim Urnengang die Frage, welche der von den Plakaten lächelnden Personen irgendwann vor oder im Wahlkampf in unser Dorf gekommen ist. Wen interessierte wirklich meine Meinung? Ist es nicht sicherer, die zu wählen, für die ich ein Teil ihrer Heimat bin und nicht nur einer von Millionen anonymer Einwohner Polens.

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Pressekonferenz über eine postulierte Politik des polnisches Staates angesichts der deutschen Minderheit

Im Zusammenhang mit den beunruhigenden Äußerungen von Herrn Szymon Szynkowski vel Sęk des stellvertretenden polnischen Außerministers und von Janusz Kowalski zur postulierten Politik des polnischen Staates angesichts der deutschen Minderheit auf der Pressekonferenz, die gestern (am 30. September 2019) von dem ehemaligen Ratsmitglied, Herr Janusz Kowalski organisiert wurde, haben heute die Kandidaten aus der Deutschen Minderheit eine Pressekonferenz einberufen, um Ihren Standpunkt zu diesem Thema darzulegen.

Im Folgenden finden Sie eine Filmaufnahme aus der heutigen Pressekonferenz: 
 
Links zu Artikeln über die gestrige und heutige Pressekonferenz:    

http://radio.opole.pl/100,294399,janusz-kowalski-zapowiada-walke-o-partnerskie-re

http://skgd.pl/de/2019/10/01/odpowiedz-tskn-na-konferencje-wiceministra-msz/

Download:

 

 

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Arbeitstreffen bezüglich der Planung der Kultur- und Bildungsprojekte für das Jahr 2020

Am 30. September in der VdG-Geschäftstelle findet ein jährliches Arbeitstreffen z.T. „Planung der Kultur- und Bildungsprojekte der DMi für das Jahr 2020”, statt.

Während des Treffens wird über Berichte von Projekte aus dem laufendem Jahr und über die Vorstellung der Projekte im Bereich der Kultur- und Bildungsprojekte für das kommende Jahr gesprochen.
An dem Arbeitstreffen nehmen Vertreter der Organisationen der deutschen Minderheit und Gäste, teil: Frau Heridrun Jung von der Deutschen Botschaft in Warschau und Frau Brigit Fisel-Rösle, Konsulin der BRD in Oppeln.

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  • Publiziert in VdG

Pressekonferenz über Disproportion im Haushalt für den Denkmalschutz

Am heutigen Tag, den 30.09.2019 fand im Sitz der SKGD im Oppelner Schlesien eine Pressekonferenz, die sich auf das Thema der Disproportion im Haushalt für den Denkmalschutz und der Vorschläge der deutschen Minderheit, diese zu beseitigen. Auf der Pressekonferenz haben die Kandidaten des KWW der Deutschen Minderheit zum polnischen Sejm teilgenommen: der Sejmabgeordnete Ryszard Galla, der Sekretär der SKGD Zuzanna Donath-Kasiura, Bogna Lewkowicz, der VDG-Vorsitzende Bernard Gaida und der SKGD-Vorsitzende Rafał Bartek.

Nehmen Sie dieses Thema zur Kenntnis: 

http://skgd.pl/2019/09/30/o-dysproporcjach-w-budzecie-na-ochrone-zabytkow-mowili-ryszard-galla-bernard-gaida-oraz-zuzanna-donath-kasiura-kandydaci-do-sejmu-z-kww-mniejszosc-niemiecka/

  • Publiziert in Politik

Schlesien Journal 24.09.2019

Heute besuchen wir Glatz. Eine Ausstellung im Glatzer Stadtmuseum widmet sich derzeit den Jugendstilbauten der Stadt sowie ihrem Architekten Andreas Ernst. Ein Haus, in dem vor dem Zweiten Weltkrieg Werner Schmack lebte ist das schönste der vielen Jugendstilhäuser, die das Stadtbild bis heute prägen. Doch es verbirgt eine traurige Geschichte. Außerdem waren wir in Breslau, wo Jan Lenort und Richard Urban mit dem Bundesverdienstkreuz am Band ausgezeichnet wurden. Darüber hinaus eine Einladung zum JugendfestivalMłodych in Oppeln und die Zusammenarbeit der Freiwilligen Feuerwehr aus Chobie und der Bundesanstalt THW.

  • Publiziert in Video

Programm für das zweite JugendFestivalMłodych in Oppeln

Am 5. Oktober 2019 um 12.00 Uhr beginnt im Centrum Wystawienniczo-Kongresowe in Oppeln eine Veranstaltung, die sich an alle jungen Menschen der deutschen Minderheit richtet, aber auch an diejenigen, die sich für die deutsche Kultur und Sprache interessieren. Ein Tag voller Eindrücke, positiver Emotionen, Aktivitäten, Workshops und Diskussionen. Star des Abends wird die Musikgruppe „Treptow" aus Berlin sein. Wir laden herzlich ein!

 

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05.10.2019 Centrum Wystawienniczo-Kongresowe in Oppeln                                                      

PROGRAMM:

12.00 Offizielle Eröffnung

  • Workshops mit dem Schauspieler Klaudiusz Kaufmann
  • Öko- Workshops „Das zweite Leben unseres Mülls“
  • Sprachanimation- Workshop
  • Bodypainting - Workshop
  • Workshop „Wie wird man zum Leader“
  • Diskussion über die Zukunft der Jugend in den Strukturen der deutschen Minderheit
  • Karaoke
  • Workshop mit „Mantikora”
  • Roboterworkshops

19.00 Konzert der Gruppe „Treptow” https://treptow-musik.com/

21.00 Afterparty mit DJ Tomek Cuber

 

BEGLEITENDE  VERANSTALTUNGEN/ EVENTS:

  • Foodtrucks – Pasibus, Manifest
  • Papierherstellung, Schreiben mit einem Gänsestift
  • Schmuckherstellung
  • Miro Deutsche Fussballschul
  • Wettbewerbe, Rätsel
  • Kinderzone (Wettbewerbe, Kunstworkshops, Kleinkinderecke)
  • Lehrerbereich (Info-Stand, Zweisprachigkeit, Rechtsausbildung, Sprachanimationsworkshops)
  • Carwing-Workshop
  • Workshops mit der Österreichischen Bibliothek
  • Workshops mit der Staatlichen Fachhochschule in Neisse
  • Erste Hilfe Schulungen                   
  • Kletterwand für Kinder
  • Ausstellungsstände der Organisationen
  • Lotterie

Die Anmeldung zu den einzelnen Workshops erfolgt am Tag des Festivals an dem Infostand.

Finanzierung:

BMI23

 

 

 

 

  

  • Publiziert in Jugend

24. Wallfahrt der drei Nationen

Am Samstag, den 21. September 2019 fand die 24. Wallfahrt der Nationen zu Maria Hilf in Zuckmantel statt, die besonders mit der Seligsprechung von Pater Richard Henkes verbunden war, der als Märtyrer in einem Konzentrationslager in Dachau sein Leben gab, um sich um Typhuskranke zu kümmern. Pater Henkes opferte sein Leben für die Anderen. Er überwand die nationalen Barrieren und die Vorurteile. (Mehr Informationen von Pater Henke finden Sie unter: http://vdg.pl/pl/portal/aktualnosci/blog/item/5035-porozumienie-miedzy-narodami-z-richardem-henkesemAn der Wallfahrt nahmen ca. 1000 Pilger aus Polen, Deutschland und Tschechien, teil. Priester Bischof Frantiśek V. Lubowicz, Ordinarius der Diözese Ostrava-Opava leitete die diesjährige Wallfahrt. Des Weiteren wurde die feierliche Eucharistie von Priester Bischof Rudolf Pierskała von der Diözese Oppeln durchgeführt.
 
Nach der feierlichen Eucharistie hatte ich ein kurzes Gespräch mit Herrn Andrzej Mały, dem ehemaligen Vorsitzenden des DFK Oppeln-Gruden, der schon aus Gruden 17 Reisen für die Pilgerfahrt der drei Nationen nach Zuckmantel organisierte. Während des Gespräches erfuhr ich, warum diese Pilgerfahrt in drei Sprachen durchgeführt wird. "Vor dem 2. Weltkrieg gab es hier praktisch keine Tschechen. Obwohl es die Tschechoslowakei war, gab es hier praktisch keine Tschechen. Hier lebten die Sudetendeutschen. Vor dem Krieg in Zlaté Hory, während der Volkszählung, war es die Tschechoslowakei.

Die Tschechoslowakei existiert seit 1918, so wie Polen seine Unabhängigkeit wiedererlangt hatte und sie zur Tschechoslowakei gehörte, aber in Zuckmantel gab es etwa fünftausend Einwohner in der Volkszählung, einige von ihnen Tschechen, der Rest waren Deutsche, es gab einige Juden, aber man konnte sie auch an den Fingern einer Hand abzählen. Diese Tschechen waren fünfundsiebzig Menschen. Dabei handelte es sich hauptsächlich um Angestellte, Postbeamte, Polizisten und Eisenbahner. Es waren solche Leute. So etwas gab es in Tschechien von Geburt an nicht. Jetzt sind sie vielleicht wenige von denen, die vor dem Krieg allein geblieben sind. Hier hat man früher nur Deutsch gesprochen. Hans Niekrawietz widmete dieser Wallfahrt in seinem Roman „Wind aus der Oder" ein Kapitel. Hier wurden Pilgerfahrten aus Oppeln gemacht, Menschen gingen zu Fuß und Pilgerfahrten wurden hier durchgeführt. Es war auch ein Heiligtum von großer Bedeutung für Schlesien, Oberschlesien, dieses deutsche Oberschlesien. Hier, nach dem St. Annberg, befand sich das zweitwichtigste Heiligtum.”

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Pressekonferenz: Kandidaten des Wahlkomitees der Wähler der Deutschen Minderheit

Am 26. August 2019 fand eine weitere Pressekonferenz statt, auf der 24 Kandidaten zum Sejm und 2 Knadidaten für die Senatoren der Deutschen Minderheit vorgestellt wurden. Die Kandidatenliste der Deutschen Minderhiet zum polnischen Sejm wird von dem Sejmabgeordnete, Herrn Ryszard Galla, eröffnet. Bei den Wahlen zum Sejm als Nr. 4 auf der Kandidatenliste tritt Herr Bernard Gaida, Vorsitzender der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen sowie auch Sprecher der AGDM, an. 

Kandidatenliste des Wahlkomitees der Wähler der Deutschen Minderheit zum Sejm:

  1. Ryszard Galla
  2. Zuzanna Donath-Kasiura
  3. Józef Swaczyna
  4. Bernard Gaida
  5. Edyta Gola
  6. Zygfryd Steuer
  7. Norbert Rasch
  8. Joanna Hassa
  9. Kryspin Cieplik
  10. Mirosław Lasar
  11. Anna Kasprzyk
  12. Aleksander Sachanbiński
  13. Bogna Lewkowicz
  14. Joachim Świerc
  15. Maria Koschny
  16. Rafał Magosz
  17. Krystyna Rychlik
  18. Sebastian Gerstenberg
  19. Julita Widera
  20. Bernard Groeger
  21. Norbert Hober
  22. Stefan Szłapa
  23. Brygida Labisz
  24. Jan Pankala        

Der Kandidat zum Senat aus dem 53 Wahlkreis (die Kreise Leobschütz, Kandrzin-Cosel, Krappitz, Groß Strehlitz und Rosenberg) ist Herr Roman Kolek, der Vizemarschall der Oppelner Woiwodschaft. Als zweiter Kandidat zum Senat aus dem Wahlkreis 52 ( Oppeln und dem Kreis Oppeln) ist Herr Rafał Bartek, Vorsitzender der SKGD in Oppelner Schlesien sowie auch Vorsitzender des Oppelner Landtages.

Wahlprogramm des Wahlkomitees der Wähler der Deutschen Minderheit:

https://www.mniejszoscniemiecka.eu/program/

  • Publiziert in Politik
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