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Das Neujahrstreffen der Vertreter der deutschen Minderheit mit dem Oppelner Bischof Andrzej Czaja

Am 26. Februar 2020 fand das traditionelle Neujahrstreffen der Vertreter der deutschen Minderheit mit dem Oppelner Bischof Andrzej Czaja, statt.
An dem Treffen nahmen teil: VdG-Vorsitzender Bernard Gaida, Vorsitzender der SKGD Oppeln Rafał Bartek, Sejmabgeordneter der Republik Polen Ryszard Galla, VdG-Vorstandsmitglied Maria Neumann, VdG-Vorstandsmitglied Waldemar Świerczek, Bischofsvikar für Seelsorge der nationalen und ethnischen Minderheiten im Bistum Oppeln, Pfarrer Dr. Piotr Tarlinski, Zuzanna Donath-Kasiura - stellvertrende Geschäftsführerin der SKGD Oppeln, Krzysztof Wysdak- Mitglied des Vorstandes im Landkreis Oppeln und Monika Wittek - Spezialistin für Kultur im VdG.
Während des Treffens wurde u.a. das Thema der deutschen Messen, die Feierlichkeiten zum 75-jährigen Kriegsende und der Nachkriegstragödie der Deutschen in Polen sowie auch der diesjährigen Wallfahrten der deutschen Minderheit in Polen, besprochen.

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Opfer der Rache der Sieger

Die letzte Zeit war reich an Reflexionen zu den Nachkriegsjahren aus der Perspektive der Deutschen in Russland, Rumänien und bei uns. Sowohl im Museum der Deutschen in Marx als auch in Novosibirsk befindet sich an zentraler Stelle der berühmte Befehl Stalins vom August 1941 über die Deportation der Deutschen in die Weiten des Ostens der UdSSR. In jedem Gespräch mit den Menschen kommt die Information darüber, wo der Vater oder der Großvater geboren wurde, denn niemand von ihnen lebt da, woher seine Vorfahren stammten. Für uns alteingesessene Schlesier klingt das unglaublich.

Einen besonderen Eindruck hatte ich von der Teilnahme an den Gedenkfeierlichkeiten in Reschitz in Rumänien, wo an die zehntausende im Jahr 1945 in die UdSSR deportierten Deutschen erinnert wurde. Zwei Tatsachen blieben mir dabei lange im Gedächtnis. Zum einen unzählige Bilder und Reliefs in Holz, erstellt sowohl von Deportierten, die das Glück hatten zurückzukommen, sowie auch von jüngeren Künstlern und Amateuren, die in den letzten Jahren von den Erzählungen über die Hölle inspiriert wurden. In verschiedenen plastischen Techniken tauchen immer wieder dieselben Elemente auf: Viehwaggons, Särge, Soldaten mit rotem Stern auf der Mütze, Winter, das Innere von Bergwerken, Gerippe, Bündel auf Rücken, Pritschen in Baracken...

Das zweite, was mir in Erinnerung blieb, waren Treffen mit einigen Menschen, die damals deportiert wurden. Alle über 90 Jahre alt. Der Vorsitzende ihres Vereins, der 94jährige Bernhard Fischer, hatte nach einer Andacht in der Kirche eine ergreifende Rede gehalten, in der er mit unerwartet starker Stimme als Grund für den Tod und das Leid vieler unschuldiger Menschen, sowohl während als auch nach dem Krieg, die Abkehr von christlichen Werten nannte - von den Nazis ebenso wie von den Kommunisten. Schließlich rief er zur Rückkehr zu diesen christlichen Werten auf, da sie der Garant dafür seien, dass sich solche Ereignisse und Zeiten nicht wiederholen.

Erfüllt von diesen Worten nahm ich am Tag darauf mit hunderten Menschen an der Andacht in der Lamsdorfer Kirche teil, in der wir für die Opfer, aber auch für die Täter, beteten und das folgende Fragment der Bibel hörten (Lk, 6,365-38): "Eure Feinde sollt ihr lieben! Tut Gutes und leiht, ohne etwas zurückzuerwarten! Dann bekommt ihr reichen Lohn: Ihr werdet zu Kindern des Höchsten. Denn auch er ist gut zu den undankbaren und schlechten Menschen. Werdet barmherzig, so wie euer Vater barmherzig ist!"

Diese Werte und nicht das alttestamentarische und immer noch von vielen gelebte "Zahn um Zahn" kann die Welt vor einer Wiederholung bewahren. Deshalb dürfen wir nicht nur der Opfer des Krieges gedenken, sondern auch der Zeit, in der durch die Rache der Sieger viele ihr Leben verloren haben. Die Alliierten hätten es nicht dazu kommen lassen sollen. Dies ist mit dem Christentum nicht vereinbar.

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Bernard Gaida überreichte ein Gratulationsschreiben an Krzysztof Ruchniewicz

Am heutigen Tag (17.01.2020) nahmen Vertreter des Verbandes deutscher Gesellschaften an der Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Herrn Krzysztof Ruchniewicz. 

Herr Krzysztof Ruchniewicz ist ein Historiker, Deutschlandforscher, Professor an der Universität Wrocław, Direktor und Lehrstuhlinhaber für Zeitgeschichte des dortigen Willy-Brandt-Zentrums für Deutschland- und Europastudien. Im Jahr 2011 wurde er mit dem Verdienstkreuz der Republik Polen in Gold ausgezeichnet.

Das Verdienstkreuz überreichte Herr Rolf Nikel, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland und damit Vertreter des Bundespräsidenten in Polen.
Wir gratulieren ganz herzlich!

 

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URKUNDE

Begegnet uns jemand, der uns Dank schuldig ist, gleich fällt es uns ein.

Wie oft können wir jemand begegnen, dem wir Dank schuldig sind,

ohne daran zu denken.

 

(Johann Wolfgang von Goethe)

 

 

  

mit Freude entnahm ich die Nachricht über Ihre Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, welches Ihnen feierlich am 17. Januar 2020 überreicht wird.

 

Als Vorsitzender des Verbandes der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaft möchte ich Ihnen im Namen der deutschen Volksgruppe Polens meine aufrichtigen Gratulationen übermitteln. Dabei möchte ich betonen, dass ich Ihre langjährigen wissenschaftlichen und didaktischen Aktivitäten als Historiker an der Breslauer Universität außerordentlich zu schätzen weiß. Ihre grenzenlose Bereitschaft sich der deutschen Geschichte zu widmen, erforderte viel Aufwand, Disziplin und Zielstrebigkeit. Als Autor zahlreicher geschichtlicher Analysen, haben Sie einen großen Beitrag zu einer besseren Verständigung der vergangenen, auch der modernen Geschichte geleistet. Ohne Zweifel möchten wir unseren Respekt und die Bewunderung für Ihre zahlreichen Publikationen, die unter anderen an die deutsch-polnischen Beziehungen anknüpfen, zum Ausdruck bringen.

 

Nehmen Sie unsere besten Wünsche für die weitere berufliche Laufbahn und das private Leben entgegen. Wir wünschen Ihnen viel Schaffenskraft und Gesundheit, Ausdauer und Erfolg aber auch Gottes Segen auf allen noch bevorstehenden Wegen und bei der Erfüllung der weiteren Aufgaben und Pläne.

 

 

 

Hochachtungsvoll

 

 

 Bernard Gaida

Vorsitzender

 

 

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Bericht vs. Realität

Politik: Information des Innenministers zur aktuellen Situation der nationalen und ethnischen Minderheiten in Polen

Der Sejm-Ausschuss für nationale und ethnische Minderheiten hörte vergangene Woche eine Berichterstattung des Ministers für innere Angelegenheiten und Verwaltung zur aktuellen Situation der nationalen und ethnischen Minderheiten in Polen. Vorgestellt wurde sie von Cezary Maliszewski, einem Abteilungsleiter des Innenministeriums.

Die Informationen des Innenministers und die Diskussion des Sejm-Ausschusses galten dem 6. Bericht (von 2018) zur Situation der nationalen und ethnischen Minderheiten sowie der Regionalsprachen in der Republik Polen. Demzufolge ist im europäischen Vergleich und vor dem Hintergrund der gesetzlichen Chancen und Möglichkeiten in Polen die Situation diesbezüglich sehr gut, wobei auftretende Meinungsunterschiede jeweils zeitnah angegangen werden. Lauscht man dem Ton dieser Worte, so mag der Eindruck entstehen, dass alles in bester Ordnung sei. Ob das aber tatsächlich stimmt und ob die nationalen und ethnischen Minderheiten in Polen mit dieser Ansicht übereinstimmen? Und wenn nicht, wo sehen sie in dieser Frage besonders große Defizite und wo entsprechen die Informationen nicht der Wirklichkeit?

Von Zufriedenheit weit entfernt

„Dieser These kann man leider schwerlich zustimmen. Allein schon die Tatsache, dass der Sejm-Ausschuss für nationale und ethnische Minderheiten sich im Januar 2020 de facto mit einem historischen, auf das Jahr 2017 datierten Dokument befasst, spricht Bände über den Umgang mit der Minderheitenpolitik im Allgemeinen. Das ist natürlich kein Vorwurf an den jetzigen Ausschuss, der ja erst zwei Monate tätig ist, sondern vielmehr an den aus der vorherigen Legislaturperiode und an die Regierung. Beides zeigt, dass wir noch weit entfernt sind von einem Zustand, der ein Gefühl der Zufriedenheit begründen würde”, sagt Bernard Gaida, Chef des VdG und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Minderheiten in Europa (AGDM)und fügt hinzu: „Hingewiesen sei zudem auf die ungleiche Behandlung der Parteien beim Verfassen des einige hundert Seiten umfassenden Berichts. Denn während die Minderheitenseite ihre Bemerkungen binnen zehn Tagen anmelden musste, bekam der Sejm, wie man sieht, ganze drei Jahre Zeit, um sich damit auseinanderzusetzen. Unter diesen Umständen gingen bestimmte Problemfragen der nationalen Minderheiten, die von den Minderheitenvertretern vorgetragen wurden, zwangsläufig über den Rahmen des Berichts hinaus, da sie sich auf die letzten drei Jahre bezogen. Dazu gehört nun auch das wohl größte Systemproblem der Deutschen in Polen, d.h. die drastische Reduktion des Deutschunterrichts in den Grundschulklassen 7 und 8, die infolge einer den Buchstaben des Gesetzes widersprechenden Interpretation vom Innenministerium durchgesetzt worden ist.“ Bernard Gaida verwies zudem auf gravierende Unterschiede zwischen dem Engagement einzelner Woiwodenbeauftragter am Beispiel der Woiwodschaften Oppeln und Niederschlesien, eine unzureichende Finanzierung der sozial-kulturellen Bedürfnisse der nationalen Minderheiten sowie auf die ungleiche Finanzierung der Minderheitenmedien bei den einzelnen Rundfunkanstalten. Das größte Manko an dem Bericht sei darüber hinaus, so der VdG-Chef, die Einschränkung der zugrundeliegenden Rechtsgrundlage, in der ausschließlich auf inländische Regelungen Bezug genommen wird. Damit habe der Bericht keinerlei externen Bezug und veranlasse den Leser, wie es vom Innenministerium auch beabsichtigt sei, geradezu zwingend eine sehr positive Meinung über die Lage der nationalen und ethnischen Minderheiten in Polen zu erhalten .

Unsere Situation „im Minus”

Vergleicht man den Report also mit entsprechenden EU-Dokumenten oder bittet man die nationalen und ethnischen Minderheiten in Polen um eine Stellungnahme, so zeichnet sich ein anderes Bild ab. Außerdem bleiben in dem Bericht zwei auch durch Polen ratifizierte Grundsatzdokumente des Europarates völlig unerwähnt, so dass ebenso die regelmäßigen Auswertungen des EU-Rates zur Umsetzungen durch Polen nicht behandelt werden. Gemeint sind das „Rahmenübereinkommen zum Schutz der nationalen Minderheiten” und insbesondere die „Europäische Charta der Regional- und Minderheitensprachen”. „Hätte man diese im Bericht genannt, hätte man auch über die negative Bewertung vieler nicht eingelöster Verpflichtungen Polens berichten müssen. Dies gilt insbesondere für das Schulwesen, wo Polen sich ganz klar dazu verpflichtete, in den Siedlungsgebieten der deutschen Minderheit Schulen mit der Unterrichtssprache Deutsch aufzubauen”, sagt Bernard Gaida und fährt fort: „Erst wenn man die Situation der Minderheit mit dem Richtmaß der ratifizierten Charta vergleicht, wird erkennbar, wie viel noch zu tun bleibt und wie stark ,im Minus’ unsere Situation beispielsweise von der der Deutschen in Rumänien oder jener der Polen in Litauen abweicht. Diesen steht jeweils ein komplettes Schulnetz vom Kindergarten bis zur Hochschule in ihrer jeweiligen Muttersprache zur Verfügung. So haben die ca. 250.000 Polen in Litauen 100 derartiger Schulen und die vergleichbar große deutsche Minderheit in Polen gar keine”. Bernard Gaida hat daher beantragt, dass der Regierungsbericht künftig die ratifizierten Dokumente und deren Bewertungen nicht außer Acht lassen darf. „Mir scheint, dass mein Antrag vom Ausschuss angenommen wurde. Ob er aber auch umgesetzt wird, wird sich beim nächsten Bericht zeigen, der mit dem Datum 2019 erstellt werden soll”, so Gaida.

Eine Million Złoty weniger

Den Umgang mit nationalen und ethnischen Minderheiten in Polen fasste auch der Abgeordnete der Deutschen Minderheit, Ryszard Galla, zusammen. Ihm zufolge sagt nicht zuletzt die letzte Woche stattgefundene erste Lesung des Staatshaushalts 2020 viel darüber aus. So sei in diesem Haushaltsentwurf die vom Innenministerium vorgeschlagene Förderung für Aktivitäten der nationalen und ethnischen Minderheiten in Polen um eine Million Złoty verringert! „Jeder, der sich für die Minderheiten in Polen interessiert und dieses Thema analysiert, weiß, dass die Minderheiten ohnehin schon viel, viel mehr Geld für ihre Tätigkeit, ihre kulturellen Aktivitäten usw. benötigen. Hierzu sei betont, dass seit vielen Jahren trotz verschiedener Situationen, die es im Staatsbudget gab, dennoch immer nach Möglichkeit dafür gesorgt wurde, die Fördersumme für die nationalen und ethnischen Minderheiten minimal zu erhöhen oder sie zumindest auf einem früheren Niveau zu halten”, erinnert sich der Abgeordnete Ryszard Galla und ergänzt: „Sogar unter der PiS konnte dieses Förderniveau bisher immer aufrechterhalten werden, nun aber kommt ein Einbruch, eine Absenkung um eine Million Złoty. Jemand könnte dazu sagen, was ist schon eine Million Złoty. Na eben. Für die Regierung so gut wie gar nichts, aber für die nationalen und ethnischen Minderheiten ist dies ein erheblicher Betrag. Folglich haben wir die Antwort, dass nicht alles in Ordnung ist”. Auch auf das Schulwesen und den Unterricht der Minderheitensprachen nahm der Abgeordnete Galla Bezug und pointierte die Lage so: „Leider besteht aufseiten des Innenministeriums kein Wille, sich gemeinsam an einen Tisch zu setzen und darüber zu reden, wie dieses Problem in Sorge um eine bessere und effizientere Vermittlung der Minderheitensprachen an Jugendliche zu lösen wäre. Denn wir haben zwar seit 15 Jahren ein Minderheitengesetz, doch seien wir einmal ehrlich: Es ist ein Gesetz, das der Präsident in den Abfallkorb geworfen hat”.

 

„Die ca. 250.000 Polen in Litauen verfügen über 100 Schulen mit muttersprachlichem Unterricht und die vergleichbar große deutsche Minderheit in Polen über gar keine”.

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Wichtige Orte

Die Kultur, die uns verbindet, hat verschiedene Ebenen, eine von ihnen sind bestimmte Orte. Einer der wichtigsten Orte in Schlesien ist wohl Trebnitz, wo die heilige Hedwig, die Schutzpatronin Schlesiens, begraben liegt. Die 1174 in Bayern geborene Tochter Bertholds, des Grafen von Andechs, wurde schon mit 14 Jahren mit Heinrich dem Bärtigen verheiratet und hat sich durch ihre Lebensweise nicht nur die Heiligkeit erworben, sondern auch mit ihrem Mann die deutsche Besiedelung und den Klosterbau unterstützt und damit die westliche Ausrichtung Schlesiens und dessen schnelle Entwicklung gefördert. Die letzten Jahre verbrachte Hedwig in dem von ihr gegründeten Kloster in Trebnitz. Jahrhundertelang pilgerten die Schlesier zu ihrem Grab.

Am letzten Samstag fand dort die erste Wallfahrt der deutschen Minderheit statt, die sogleich so gut angenommen wurde, dass die große Basilika sich mit Pilgern füllte und der deutsche Gesang klangvoll ertönte. In der Begrüßung sagte der dortige Ortspfarrer mit Freude, dass die heilige Hedwig nun wieder ihre Muttersprache gehört habe. Wir müssen dorthin zurückkehren, genauso, wie wir nicht die anderen Orte vergessen dürfen, die für jeden deutschen Schlesier von Bedeutung sind.

Zu solchen Orten gehören Friedhöfe und Gräber gefallener Soldaten, überall, wo sie sich befinden. Der Tod eines Soldaten ist dann am tragischsten, wenn er für eine falsche Sache stirbt. Deutsche Soldaten, die in Schlesien gefallen sind, starben vor allem in den letzten Monaten des bereits verlorenen Krieges. Hier taten sie es in der Gewissheit, dass sie das eigene Vaterland und ihre Landsleute beschützten. Groß Nädlitz ist der Ort der letzten Ruhe für ca. 18.000 Soldaten und es werden immer mehr, deren sterbliche Überreste von verschiedenen, oft unwürdigen Plätzen, hierher verlegt werden. Das Gebet und die Ehrerweisung für sie am vergangenen Samstag durch die Pilger war ein ergreifendes Ereignis.

Es gibt auch schlesische Orte weit von hier entfernt. Tausende Soldaten aus Schlesien starben weit weg von hier. Die Teilung Europas nach dem Krieg führte dazu, dass Millionen Menschen ihre Heimat zunächst unter Zwang und später aus unterschiedlichen Gründen schon freiwillig verlassen haben. Hierher kamen dann hunderttausende Menschen aus verschiedenen Teilen Polens, die irgendwo im Osten die Gräber ihrer Verwandten allein lassen mussten. Daher findet man auf jedem schlesischen Friedhof ein Kreuz, das symbolisch steht für all die Toten, die irgendwo in weiter Ferne ihre letzte Ruhe gefunden haben.

Ein solches Kreuz wurde am Sonntag nachmittag in Guttentag wiedereingeweiht. Dank der Familie Ziaja und der lokalen Firma von Herrn Szczecin erstrahlte das Kreuz im neuen Glanz mit der alten Aufschrift: „O Mensch bedenk, ich lebte, litt und starb fuer dich, so lebe, leide und sterbe du fuer mich” Es ist ein wichtiges und nachahmungswürdiges Beispiel der Sorge um für uns wichtige Orte. Doch denken wir auch an all die anderen.

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Bernard Gaida wurde als Sprecher der AGDM wiedergewählt!

Während der 28. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Minderheiten (AGDM) in der Föderalistischen Union Europäischer Nationalitäten (FUEN) in Berlin wurde am Donnerstag, den 5.November 2019 Herr Bernard Gaida, Vorsitzende des Verbandes der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen als Sprecher der AGDM einstimmig für drei Jahre wiedergewählt. 

Weitere Informationenen finden Sie unter:

http://wochenblatt.pl/bernard-gaida-wiedergewahlt/?fbclid=IwAR0hWq9U0ZciuwvF0HJSEur4ZJQtVWyCtKHtnQAUV_eEsy_POjDu3bntrZQ

28. AGDM Jahrestagung in Berlin

Am Dienstag, dem 5. November 2019 beginnt die 28. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Minderheit (AGDM), die bis Donnerstag, dem 7. November andauern wird. Die jährlichen Jahrestagungen werden u.a. dazu genutzt, um sich mit den Politikern und Institutionen der Bundesrepublik Deutschland zu treffen.

An der Tagung nehmen über 40 Vertreter der deutschen Minderheiten einschließlich junger Führungskräfte aus ganz Europa und den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion teil. Die deutsche Minderheit in Polen wird durch Herrn Bernard Gaida- Vorsitzender der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen und Sprecher der AGDM, Herrn Rafał Bartek - Vorsitzender der sozial-kulturellen Gesellschaft der Deutschen im Oppelner Schlesien und Vorsitzender des Oppelner Sejmiks und Frau Katrin Koschny - Vorsitzende des Bundes der Jugend der deutschen Minderheit vertreten.

Ein besonderer Punkt der diesjährigen Jahrestagung wird die Wahl zum AGDM Sprecher sein. Im Jahre 2016 wurde der Vorsitzende des Verbandes deutscher Gesellschaften, Bernard Gaida, zum Sprecher der AGDM gewählt. Die Wahl erfolgte während der Jubiläumsjahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Minderheiten, welche in den Tagen vom 7.-10. November 2016 in Berlin stattgefunden hat. Darüber hinaus beinhalten die internen Sitzungen u.a. Gespräche über die zukünftige Arbeit der AGDM. Außerdem wird Goran Reus Richembergh, Mitglied des kroatischen Parlaments und Vorsitzender des Unterausschusses für die Minderheitenrechte der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, einen Vortrag zum Thema „Wie schützt der Europarat die Minderheitenrechte?“ halten.

Mehrere Informationen finden Sie unter: https://agdm.fuen.org/aktuelles/mx27-aktuelles-28-agdm-jahrestagung-steht-bevor/?fbclid=IwAR046WWEtASBnetLimBFNAsTSeQDhy4RRVlwK-82sWtNmpHnZrziFcgEQUI

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  • Publiziert in Politik
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