Veröffentlicht am 06 September 2017, 13:20

Das Treffen der DMi-Vertreter mit Bundeskanzlerin Merkel trägt weitere Früchte

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Gestern nahmen VdG-Vorstandsvorsitzender Bernard Gaida und Vorstandsmitglied Rafał Bartek an wichtigen Gesprächen im Auswärtigen Amt in Berlin mit Staatsministerin Maria Böhmer (CDU) und dem Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationalen Minderheiten Hartmut Koschyk (CSU) teil.

Besprochen wurden zwei Themenbereiche, wobei die meiste Aufmerksamkeit den Problemen der Schulen in der Trägerschaft der deutschen Minderheit galt. Die Vertreter des VdG haben über die Situation dieser Schulen berichtet. Über allgemeine Schulen die Deutsch als Minderheitensprache unterrichten wurde in Bezug auf Lehrmaterialien, Lehrerentsendung und Lehrerschulungen gesprochen.

Das Treffen war insofern wichtig, da sich die jetzige Legislaturperiode sich dem Ende neigt und Richtlinien für die Zukunft gesetzt werden müssen. Bernard Gaida benotet seine Resultate als vielversprechend:

Wie können mit dem Verlauf der Gespräche zufrieden sein. Unter anderem wurde beschlossen, dass eine Arbeitsgruppe mit Vertretern des Auswärtigen Amtes und des Bundesministerium des Innern in Leben gerufen wird, die sich damit befassen soll, wie die Kompetenzen bezüglich der Unterstützung der Schulen in Trägerschaft der deutschen Minderheit verteilt werden.

Eine der dabei erwähnten Ideen war, die Schulen der deutschen Minderheit in Förderungssystem des Auswärtigen Amtes anzupassen. Dabei müsste aber neben Auslandsschulen und PASCH-Schulen ein dritten Schultyp entstehen, die an eine andere Zielgruppe eingerichtet wird und in denen Deutsch mindestens bilingual und als Minderheitensprache unterrichtet wird. Also auch als Identitätsträger. Die Unterstützung sollte auch Gründungen der Vereinsschulen bzw. Modernisierung und damit verbundene Baumaßnahmen ermöglichen. Ein unmittelbaren Bedarf entstand in Polen auch wegen der Schulreform und notwendigen Anpassungen der Schulen an neuen Aufgaben.

In Laufe des Treffens wurden auch Ergebnisse der Sprachekonferenz des Goethe Institut in Budapest besprochen wo die Problematik der Unterstützung des Schulwesens der in Bezug zu Selbstorganisationen der Deutschen Minderheiten funktioniert auch thematisiert wurde.

Es wurde dargestellt, dass das gestrige Treffen sich die Bundeskanzlerin Angela Merkel persönlich gewünscht hatte. Es ist eine Konsequenz der Gespräche der Regierungschefin mit Vertretern der deutschen Minderheit in Polen am 7. Februar, bei denen unter anderem die Probleme des Schulwesens der Deutschen in Polen angedeutet wurden. Es ist auch im Einklang mit aktuellen Äußerungen von Bundesspitzenpolitikern (unter anderem des Bundesministers des Innern Thomas de Maizière und Vorsitzenden der Bundestagsfraktion der CDU/CSU Volker Kauder), die in den vergangenen Wochen betonten, dass die Belange der Deutschen Minderheiten weiterhin für die Unionsparteien wichtig sind.

Autor: Łukasz Malkusz

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