Veröffentlicht am 09 Juni 2017, 06:57

Sie singen, damit Ihre Kultur nicht ausstirbt

chorheimat

Der Chor „Heimat” aus Gleiwitz-Ostroppa feiert dieses Jahr sein 25. Bestehensjubiläum. Die Geschichte des Chores begann im Jahr 1992. Sie haben als ein vierstimmiger Chor angefangen.

Seit ungefähr 7 Jahren sind sie zweistimmig. Der Chor zähl derzeit 18 Personen und darunter gibt es auch ein paar jüngere Mitglieder. „Wir entstanden aus Initiative des damaligen DFK-Vorsitzenden aus Ostroppa, Jerzy Gilner. Viele Menschen sind dazu gekommen, wir zählten 76 Personen!  Heute sind wir nicht so zahlreich. Die Jungen sind ins Ausland gefahren, viele Personen sind verstorben. Aber wir machen weiter und es geht uns gut“, sagt Maria Gilner, Leiterin des Chores.

In seinem Repertoire hat der Chor vor allem deutsch- und polnischsprachige Lieder, aber dazwischen gibt es auch etwas in Latein oder auf Italienisch. Der Chor präsentiert sowohl Werke großer Künstler der sakralen und säkularen Musik, als auch andere Lieder, die passend für jede Gelegenheit sind. „Unser Programm ist vielfältig. Wir haben traditionelle alte Volkslieder, die wir mit musikalischer Untermalung präsentieren, aber auch klassische, ernstere Lieder“, erklärt Maria Gilner.

Der Chor gibt sehr oft Auftritte und das in verschiedenen Orten und aus verschiedenen Anlässen. Sie geben Konzerte, treten in Kirchen auf, präsentieren sich bei Festen. Oft sind sie auch im Ausland zu Gast: „Wir sind oft unterwegs. Konzerte geben wir auch in Deutschland und Tschechien“, fügt Anna Wolak, die Chordirigentin hinzu.

Auf die Frage, warum sie beim Chor tätig sind, antwortet sowohl Frau Gilner, als auch Frau Wolak auf gleiche Weise – sie machen das, weil es Ihnen Freude bereitet und ermöglicht Ihre Tradition zu pflegen. „Wir sind um unsere Kultur bemüht. Wir wollen nicht, dass sie ausstirbt. Oft treten wir in unseren Ostropper Trachten auf. Wir hoffen, dass wir noch einige Zeit lang existieren werden!“

QUELLE: Deutsch-Polnische Radaktion Mittendrin

Autor: Łukasz Malkusz